Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat einen europaweit offenen Realisierungswettbewerb für die Erweiterung und Sanierung des Brücke-Museums in Berlin-Dahlem initiiert. Ziel des zweiphasigen Verfahrens ist es, Entwürfe zu finden, die das denkmalgeschützte Gebäude behutsam in ein modernes Museum umgestalten. Dabei sollen zusätzliche Flächen für Ausstellungen, Depots, Verwaltung, Betrieb, Vermittlung und Forschung geschaffen werden.
Die Umsetzung der baulichen Maßnahmen erfolgt durch die Hochbauabteilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt fungiert als Bedarfsträgerin, zu der das Brücke-Museum als nachgeordnete Einrichtung gehört.
Das Brücke-Museum wurde bis 1967 nach einem Entwurf des damaligen Senatsbaudirektors Werner Düttmann erbaut und steht heute unter Denkmalschutz. Es beherbergt die größte zusammenhängende Sammlung der Künstlergruppe Brücke sowie eine der bedeutendsten Sammlungen des deutschen Expressionismus. Die besondere Gestaltung und die Lage am Rande des Grunewalds bieten den Besucherinnen und Besuchern ein einzigartiges Zusammenspiel von Kunst, Natur und Architektur.
Rund 60 Jahre nach seiner Eröffnung ist eine denkmalgerechte Sanierung und Modernisierung sowie eine bauliche Erweiterung geplant, um den Anforderungen an die Präsentation, Vermittlung und Aufbewahrung der umfangreichen Sammlung gerecht zu werden.
Der Wettbewerb beginnt mit einer offenen ersten Phase, in der Architektinnen und Architekten erste konzeptionelle Lösungen erarbeiten. Ein Preisgericht wird Anfang Juni 2026 bis zu 20 Entwürfe auswählen, die für eine vertiefende Bearbeitung in Betracht kommen. In dieser Phase ist auch die Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitektinnen und -architekten gefordert. Die finale Bewertung und Prämierung der Arbeiten erfolgt Anfang September 2026.
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