22 Filme im Wettbewerb der Berlinale 2026
Im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele in Berlin treten in diesem Jahr 22 Filme um die begehrten Goldenen und Silbernen Bären an. Die Direktorin der Berlinale, Tricia Tuttle, gab am Dienstagmorgen während einer Pressekonferenz bekannt, welche Produktionen für den Wettbewerb ausgewählt wurden.
Festivalzeitraum und Jurypräsident
Die 76. Berlinale findet vom 12. bis 22. Februar 2026 statt. Regisseur Wim Wenders wird in diesem Jahr die Jury präsidieren.
Deutsche Filme im Wettbewerb
Unter den Wettbewerbsbeiträgen befinden sich auch neue Werke der deutschen Regisseurinnen Eva Trobisch und Angela Schanelec sowie von Ilker Çatak. Insgesamt sind Produktionen aus 28 Ländern vertreten, wobei 20 Filme ihre Weltpremiere feiern werden.
Die Wettbewerbsfilme im Überblick
- „A New Dawn“ von Yoshitoshi Shinomiya
- „At the Sea“ von Kornél Mundruczó
- „À voix basse“ (In a Whisper) von Leyla Bouzid
- „Dao“ von Alain Gomis
- „Dust“ von Anke Blondé
- „Etwas ganz Besonderes“ von Eva Trobisch
- „Everybody Digs Bill Evans“ von Grant Gee
- „Gelbe Briefe“ von Ilker Çatak
- „Josephine“ von Beth de Araújo
- „Kurtulus“ (Salvation) von Emin Alper
- „Meine Frau weint“ von Angela Schanelec
- „Moscas“ (Flies) von Fernando Eimbcke
- „Nina Roza“ von Geneviève Dulude-de Celles
- „Queen at Sea“ von Lance Hammer
- „Rose“ von Markus Schleinzer
- „Rosebush Pruning“ von Karim Aïnouz
- „Soumsoum, la nuit des astres“ (Soumsoum, the Night of the Stars) von Mahamat-Saleh Haroun
- „The Loneliest Man in Town“ von Tizza Covi und Rainer Frimmel
- „Wolfram“ von Warwick Thornton
- „Wo Men Bu Shi Mo Sheng Ren“ (We Are All Strangers) von Anthony Chen
- „YO Love is a Rebellious Bird“ von Anna Fitch und Banker White
- „Yön Lapsi“ (Nightborn) von Hanna Bergholm
Eröffnung mit afghanischem Film
„Diese 22 Filme zeigen, wie vielfältig großartiges Kino im Jahr 2026 ist. Jeder einzelne ist kunstvoll gestaltet und erfüllt sein eigenes künstlerisches Versprechen“, äußerte sich Tuttle. Sie ist gespannt, welcher Film mit einem Bären ausgezeichnet wird. Die Eröffnung der Berlinale erfolgt mit der Weltpremiere des Films „No Good Men“, dem dritten Spielfilm der renommierten afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat, der außerhalb des Wettbewerbs gezeigt wird.
Preise und Ehrungen
Bereits im Vorfeld wurden einige Preise bekannt gegeben: Der Goldene Ehrenbär für herausragende filmische Leistungen wird an die Oscar-prämierte Schauspielerin Michelle Yeoh verliehen. Die 63-Jährige gilt als eine der vielseitigsten und einflussreichsten Schauspielerinnen ihrer Zeit. Die Auszeichnung wird während der Eröffnungszeremonie im Berlinale-Palast überreicht.
Zusätzlich wird der britisch-deutsche Komponist und Klangkünstler Max Richter mit der Berlinale-Kamera geehrt. Die Laudatio wird von der Oscarpreisträgerin Chloé Zhao gehalten, mit der Richter kürzlich an dem mehrfach ausgezeichneten Film „Hamnet“ zusammengearbeitet hat.
Die Goldenen und Silbernen Bären werden am 21. Februar während der Abschlussgala im Berlinale-Palast verliehen. In diesem Jahr wird Wim Wenders die internationale Jury leiten. Der weltbekannte Regisseur, Autor und Fotograf erhielt für seinen Spielfilm „Perfect Days“ (2023) eine Oscar-Nominierung. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Paris, Texas“ und „Der Himmel über Berlin“.
Bildquelle: Tuluqaruk via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)