„Die Schaffung von 5.000 neuen Wohnungen wird die Wohnsituation in Berlin nachhaltig beeinflussen“, erläuterte ein Sprecher der Degewo. Das landeseigene Wohnungsunternehmen hat den ersten Zuschlag für das „Schumacher Quartier“ in Berlin-Tegel erteilt, das mit dem Bau von 328 Wohnungen beginnen wird. Etwa die Hälfte dieser Einheiten wird für Personen mit Wohnberechtigungsschein verfügbar sein, mit Preisen ab 7 Euro pro Quadratmeter.
Details und Zeitplan des Projekts
Die vier- bis sechsgeschossigen Gebäude sind als Holzhybridbauten geplant und sollen ein eigenes Regenwassermanagement implementieren. Darüber hinaus wird das Quartier mit einem Fokus auf eine reduzierte Nutzung von Autoverkehr konzipiert. Der Baubeginn ist für August 2026 vorgesehen, während die Fertigstellung bis Ende 2028 angestrebt wird. Neben den Wohnräumen sind auch Einrichtungen wie eine Kita sowie mehrere Gewerbeeinheiten geplant.
Konzepte zur Förderung der Mobilität
Die Degewo hat angekündigt, ein mobilitätsfreundliches Konzept für das gesamte Stadtquartier zu entwickeln, um Fuß- und Radverkehr zu fördern. Unter dem geplanten Industrie- und Forschungspark Urban Tech Republic (UTR), der im selben Gebiet entstehen soll, wird ein Platz für bis zu 1.000 Unternehmen, Start-ups und wissenschaftliche Einrichtungen vorgesehen. Ein Hochschulcampus wird ebenfalls Teil des UTR-Geländes sein, dessen erste Unternehmen voraussichtlich 2027/2028 einziehen werden.
Berlin im Kontext der Wohnraumschaffung
Insgesamt sind in Berlin gegenwärtig 70.000 neue Wohnungen in Planung. Zu den größten Neubauprojekten gehören weitere Stadtquartiere, die in Gebieten wie dem Blankenburger Süden oder auf der Insel Gartenfeld in Haselhorst entstehen sollen. Der Bebauungsplan für das Schumacher Quartier schließt auch die Umnutzung bestehender Gebäude des ehemaligen Flughafens ein, was zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten schafft.
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