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Folgen des Warnstreiks: Unterrichtsausfälle und betroffene Kitas in Berlin

Wegen eines ganztägigen Warnstreiks im öffentlichen Dienst sind am Donnerstag Einschränkungen in Berliner Kitas und Schulen zu erwarten. Eltern von in staatlichen Kitas betreuten Kindern…

Folgen des Warnstreiks: Unterrichtsausfälle und betroffene Kitas in Berlin

Wegen eines ganztägigen Warnstreiks im öffentlichen Dienst sind am Donnerstag Einschränkungen in Berliner Kitas und Schulen zu erwarten. Eltern von in staatlichen Kitas betreuten Kindern müssen sich vorübergehend selbst um ihre Betreuung kümmern, da einige Einrichtungen möglicherweise geschlossen bleiben. Zudem kann es an Schulen zu Unterrichtsausfällen kommen.

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Ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi informierte darüber, dass auch die Bürgerämter von den Maßnahmen betroffen sein dürften. Die tatsächliche Auswirkung des Warnstreiks hängt jedoch maßgeblich von der Teilnahme der Beschäftigten ab.

Einschränkungen an Schulen und Kitas

„Es ist nicht zu erwarten, dass Schulen vollständig geschlossen werden“, äußerte eine Vertreterin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Sie verwies auf den hohen Anteil an verbeamteten Lehrkräften, die nicht am Streik teilnehmen können. Womöglich werden lediglich einzelne Stunden ausfallen, während einige Schulen den Unterricht voraussichtlich früher als üblich beenden werden.

Insbesondere an landeseigenen Kitas, die etwa ein Zehntel aller Kindertagesstätten in Berlin repräsentieren, dürften die Auswirkungen deutlich spürbarer sein. Laut der GEW-Sprecherin könnten einige Einrichtungen vollständig schließen, was Eltern dazu veranlasst hat, sich in verschiedenen Stadtteilen zu vernetzen, um alternative Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder zu organisieren.

Hintergrund der Proteste

Der Warnstreik wird von Verdi, GEW sowie der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und IG Bau organisiert, um in der laufenden Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder Druck auszuüben. Für den Donnerstag ist zudem eine Kundgebung vor dem Berliner Abgeordnetenhaus geplant, wo der Landeshaushalt 2026/2027 behandelt wird.

Verdi fordert in den Tarifverhandlungen eine Lohnerhöhung von sieben Prozent pro Monat sowie mindestens 300 Euro zur Stärkung der unteren Lohngruppen. Die Gewerkschaft plant, dass der neue Tarifvertrag eine Laufzeit von zwölf Monaten hat. Die erste Verhandlungsrunde am 3. Dezember brachte jedoch keine signifikanten Fortschritte, und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), zu der auch Berlin zählt, wies die Forderung als überzogen zurück.

Öffentlicher Dienst in Berlin

Im öffentlichen Dienst Berlins, der zahlreiche Bereiche wie Landesverwaltungen, Bezirke, Schulen und Hochschulen umfasst, sind laut den aktuellen Statistiken über 231.000 Menschen beschäftigt (Stand Mitte 2024). Davon sind etwa 68.000 Beamte, die nicht am Streik teilnehmen dürfen. In der Regel wird der Tarifabschluss für die angestellten Mitarbeiter auf die Beamten übertragen.

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