Berlin wird als zentraler Standort für die deutsch-ukrainische Kooperation im Bereich Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft positioniert. Dies wurde am Mittwoch vom Presseamt des Landes Berlin mitgeteilt.
Ziel ist die Zusammenarbeit
Im Rahmen des im Zehn-Punkte-Plan der Bundesregierung skizzierten Vorhabens zur Intensivierung der Rüstungszusammenarbeit, wird in Berlin ein Verbindungsbüro der ukrainischen Rüstungsindustrie eröffnet. Das sogenannte „Ukraine Freedom House“ hat zum Ziel, die Vernetzung der Verteidigungsindustrien beider Länder zu beschleunigen und konkrete gemeinsame Projekte zu initiieren.
Berliner Strategie zur Rüstungsindustrie
Florian Hauer, der Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten, erklärte, dass die Eröffnung des Büros ein „wichtiges Signal“ darstellt. Es belege die strategische Bedeutung Berlins und passe „hervorragend“ zu den Bestrebungen des Senats, mehr Rüstungsunternehmen in der Hauptstadt zu ansiedeln. Diese sollen in Zukunft besonders gefördert und angeworben werden.
Der aktuelle Stand der Rüstungsindustrie
Nach Angaben des Senats sind derzeit in Berlin und Brandenburg etwa 130 Unternehmen mit ungefähr 26.000 Mitarbeitern in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie tätig, die zusammen einen Gesamtumsatz von etwa acht Milliarden Euro generieren.
Die angestrebte Zusammenarbeit in der Verteidigungswirtschaft mit der Ukraine wird von Florian Hauer als „echte Win-Win-Lösung“ bezeichnet. Sie soll der Ukraine helfen und gleichzeitig die Innovationsfähigkeit Deutschlands fördern.
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