Fabian Drescher äußerte sich auf der Mitgliederversammlung von Hertha BSC. Der Klub hat in der Liga zuletzt positive Ergebnisse erzielt, was auf die ruhige Führung des Präsidenten zurückzuführen ist. Drescher sieht sich durch den sportlichen Aufschwung bestätigt, warnt jedoch vor übermäßiger Euphorie.
„Als ich Anfang September auf einer Pressekonferenz erklärte, dass ich die sportlichen Ziele nicht in Gefahr sehe und mir ein schlechter Saisonstart lieber ist als eine Krise während der Saison, wurde ich stark belächelt und kritisiert“, sagte der 43-Jährige in der Halle 20 der Messe Berlin, wo 1296 stimmberechtigte Mitglieder anwesend waren.
Hertha war als Aufstiegsfavorit schlecht in die Saison gestartet, hat jedoch unter Trainer Stefan Leitl sieben der letzten neun Pflichtspiele gewonnen.
„Der Weg ist noch weit und bisher haben wir noch keines unserer gesteckten Ziele erreicht“, betonte Drescher. „Aber es zeigt, dass wir lernen können, mit sportlich schwierigen Situationen ruhig und sachlich umzugehen, ohne gleich den sprichwörtlichen Teufel an die Wand malen zu müssen.“
Bezüglich der Pläne für ein eigenes Fußballstadion auf dem Olympiagelände konnte der Präsident wenig Neues berichten. Das für Oktober geplante Treffen der von Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) eingesetzten Expertenkommission wurde erneut verschoben. Im Hintergrund laufen jedoch weiterhin produktive und vertrauliche Gespräche mit den politischen Entscheidungsträgern und den zuständigen Personen von Hertha BSC.
Ob die US-amerikanische Holdinggesellschaft A-CAP, die die Anteile an Hertha von 777 Partners übernommen hat, einen Verkauf der Anteile plant, bleibt unklar. Hertha bereitet sich jedoch darauf vor.
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