Wie geht es für das Eiskunstlauf-Paar Annika Hocke und Robert Kunkel nach dem Gewinn der Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften weiter? Vor ihnen steht ein intensives Wettkampfprogramm: Die Europameisterschaft, gefolgt von den Olympischen Winterspielen und der Weltmeisterschaft, stehen auf der Agenda.
Über die Weihnachtszeit sind die beiden Sportler nicht in ihrem Trainingszentrum in Bergamo, Italien, sondern verbringen die Feiertage in ihrer Heimatstadt Berlin. In einem Interview äußern sie sich über ihre Musikauswahl für die Kür, den Trainingsrückstand, den Kunkel nach seiner Verletzung hatte, sowie über den Umgang mit dem Druck.
Hocke über den Saisonverlauf
Annika Hocke zeigt sich zufrieden mit der Leistung: „Es gab einige Fehler, die wir bei den kommenden Wettbewerben vermeiden möchten. Insgesamt war es jedoch ein guter Wettkampf für uns.“ Die Kür, zu dem Lied „I Would do Anything for Love“ von Meat Loaf, wurde als gelungen erachtet.
Robert Kunkel erklärt, dass sie sich in jeder Saison für ein rockiges Programm entscheiden, anstatt auf einfachere, langsamere Lieder zurückzugreifen. „Wir haben in der Vergangenheit durchaus experimentiert, wollen aber nun den Fokus auf ein unterhaltsames, gut strukturiertes Stück legen, das zu unserer Darbietung passt,“ so Kunkel weiter.
Trainingsrückstand und Vorbereitungen auf die EM
Kunkel berichtet von der schnellen Rückkehr zu voller Leistungsfähigkeit nach seiner Handverletzung, verzweifelt jedoch über den Trainingsrückstand, den er aufgrund einer fünfwöchigen Pause hinnehmen musste. Bis zur EM im Januar 2026 sollten sie diesen Rückstand jedoch aufholen können.
„Wir haben uns vor den Deutschen Meisterschaften extrem gepusht, um das Wettkampfgefühl zu erleben. Wir brauchen diese Intensität, um optimal vorbereitet zu sein,“ so Kunkel. Der Trainingszeitraum vor den Meisterschaften sei intensiv gewesen, aber nun sei eine Woche der Entspannung eingeplant.
Dichter Wettkampfkalender und Umgang mit dem Druck
Die Saison ist besonders dicht gefüllt, mit den Olympischen Winterspielen als Highlight im Februar. Kunkel betont, dass sie versuchen, den Druck gering zu halten, indem sie den Fokus auf eine schrittweise Vorbereitung legen. Sie planen, nicht zu früh im olympischen Dorf zu sein, um unnötige Anspannung zu vermeiden.
Hocke beschreibt die Saison als außergewöhnlich und betont die Wichtigkeit, jedes Event wertzuschätzen, um nach dem Turnier keine Reue zu empfinden. Das Paar bereitet sich intensiv auf die kommenden Herausforderungen vor und möchte das Olympische Flair im Nachhinein genießen.
Das Interview wurde von Shea Westhoff aus der rbb-Sportredaktion geführt.