Berlin verfolgt weiterhin eine konsequente Solarstrategie: Ab dem 8. Januar 2026 wird das Solarförderprogramm SolarPLUS mit einer überarbeiteten Förderstruktur eingeführt, die neue Möglichkeiten für Solarprojekte auf verschiedenen Dachflächen in der Hauptstadt eröffnen soll.
Neue Förderstruktur und bestehende Anträge
Die Umstellung auf die neue Förderstruktur stellt sicher, dass bereits eingereichte Anträge ihre Gültigkeit behalten. Zudem wird die Beantragung von Fördermitteln wesentlich vereinfacht und beschleunigt.
Mit dem Masterplan Solarcity Berlin hat sich der Senat das ambitionierte Ziel gesetzt, den Solarstromanteil am Gesamtstromverbrauch in Berlin bis 2035 auf 25 Prozent zu erhöhen; derzeit liegt dieser bei etwa fünf Prozent. Im Jahr 2024 wurde Berlin zudem zum Solarmeister unter den Bundesländern in Bezug auf den flächenbezogenen Zubau erklärt. Zum 25. November 2025 betrug die insgesamt installierte Leistung rund 474 Megawatt Peak, was einer Verdopplung seit 2022 entspricht.
Förderbereiche und Ziele des SolarPLUS-Programms
Das SolarPLUS-Programm ist ein wesentlicher Bestandteil des Masterplans Solarcity Berlin und hat seit seinem Start bis zum 30. November 2025 insgesamt 36.846 Anträge mit einem Fördervolumen von etwa 41,6 Millionen Euro erhalten, wovon 28.647 Anträge bereits bewilligt wurden, was ein Bewilligungsvolumen von rund 29,5 Millionen Euro bedeutet.
Die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey, betonte: „SolarPLUS zeigt seine Wirksamkeit und wird künftig besser auf die Bedürfnisse der Berliner Bevölkerung zugeschnitten.“ Der Fokus wird verstärkt auf größere Dachflächen gelegt, darunter Gewerbehallen, Industriebauten und Mehrfamilienhäuser. Die Unterstützung zielt darauf ab, die Bürger aktiv in die Energiewende einzubeziehen.
Optimierte Fördermöglichkeiten und Budgetplanung
Im Rahmen der überarbeiteten Struktur wird zwischen zwei Förderbereichen unterschieden:
- SolarPLUS S für Eigenheime (Ein- und Zweifamilienhäuser, Reihenhäuser)
- SolarPLUS L für Mehrfamilienhäuser, gewerbliche Betriebe, Industrie und andere kommerzielle Akteure
Das Programm SolarPLUS S bietet Pauschalen für unterschiedliche Komponenten wie Zählerschränke und Solaranlagen mit Speicher. Die Förderung wird mit der Größe der Solaranlage ansteigen. Für SolarPLUS L stehen Fördermittel für umfangreiche Projekte zur Verfügung, einschließlich kombinierter Lösungen wie Gründächern mit Photovoltaikanlagen.
Die Förderung von Steckersolargeräten wird künftig eingestellt, da diese aufgrund gesunkener Preise bereits ohne staatliche Unterstützung wirtschaftlich tragfähig sind. Bisher wurden über 19.000 Steckersolargeräte gefördert, was zur Verbreitung kleinerer Solarprojekte beigetragen hat. Mieterstromprojekte und die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung bleiben weiterhin förderfähig.
Im Haushaltsentwurf für die Jahre 2026 und 2027 sind jeweils zehn Millionen Euro für die Förderung vorgesehen. Ab dem 8. Januar 2026 können Anträge online über die Website der IBB Business Team GmbH eingereicht werden. Das SolarZentrum Berlin steht für alle Fragen und Informationen zur Verfügung.