Nach dem überraschenden Rückzug von Martin Hikel als Bürgermeisterkandidat der SPD Neukölln hat Spitzenkandidat Steffen Krach die Partei zu Geschlossenheit aufgerufen. Hikel hatte nach einem für ihn enttäuschenden Ergebnis bei der Wahl zum Spitzenkandidaten seinen Verzicht erklärt. Krach bedauerte die Entscheidung, betonte aber die Notwendigkeit, die Vielfalt der SPD für das gemeinsame Ziel zu nutzen, die CDU bei der Wahl 2026 abzulösen.
Hikel zieht sich zurück
Martin Hikel, seit 2018 Bürgermeister von Berlin-Neukölln und seit 2024 Co-Chef der Berliner SPD, hat bei einer Wahlversammlung der Neuköllner SPD überraschend angekündigt, bei der Wahl 2026 nicht mehr für das Amt des Bezirksbürgermeisters zu kandidieren. Als Grund nannte er das aus seiner Sicht zu schlechte Ergebnis von 68,5 Prozent bei seiner Wahl zum Spitzenkandidaten. Die Wahlversammlung wurde daraufhin abgebrochen.
Krachs Appell an die Partei
Spitzenkandidat Steffen Krach rief die Berliner SPD zu Respekt und Zusammenhalt auf. Er bedauerte Hikels Entscheidung, betonte aber, dass knapp 70 Prozent ein ehrliches, aber kein schlechtes Ergebnis seien. Krach hob hervor, dass die große Mehrheit der Delegierten Hikels Kurs unterstützt habe und dass unterschiedliche Meinungen in einer Partei mit 18.000 Mitgliedern normal seien. Er unterstrich, dass die Vielfalt der SPD, von den Jusos bis zu den Linken, notwendig sei, um alle Themen der Stadt abzudecken und das gemeinsame Ziel zu erreichen, die CDU im Roten Rathaus abzulösen.
Suche nach neuem Kandidaten
Der Neuköllner SPD-Kreisvorstand plant, noch in diesem Jahr einen neuen Spitzenkandidaten für die Wahl 2026 zu benennen. Laut Co-Vorsitzendem Joachim Rahmann war die erhoffte Geschlossenheit bei der Wahl Hikels nicht erreicht worden, was eine Lücke hinterlassen habe. Es sei keine leichte Aufgabe, schnell jemanden Neuen und Kompetenten zu finden, aber Rahmann zeigte sich zuversichtlich, dass es in der SPD geeignete Personen gebe.
Wichtige Punkte im Überblick:
- Martin Hikel tritt 2026 nicht mehr als Bürgermeisterkandidat der SPD Neukölln an.
- Grund ist sein Ergebnis von 68,5 Prozent bei der Wahl zum Spitzenkandidaten.
- Spitzenkandidat Steffen Krach fordert Geschlossenheit und betont die Vielfalt der SPD.
- Ziel bleibt die Ablösung der CDU im Roten Rathaus bei der Wahl 2026.
- Die SPD Neukölln sucht noch in diesem Jahr einen Nachfolger für Hikel.