„Steht Union Berlin vor einem Winter-Abgang von Ljubicic?“
Am Dienstag fand unmittelbar nach dem Training von Union ein ausführliches Gespräch zwischen Manager Horst Heldt (56) und Angreifer Marin Ljubicic (23) statt. Es könnte hierbei um die Zukunft des Stürmers gegangen sein, die in der aktuellen Situation bei Union wenig vielversprechend erscheint. Ljubicic könnte der erste Spieler sein, der den Verein im Winter verlässt.
Der Kroate hat in dieser Saison noch kein einziges Pflichtspiel bestritten. Von den 14 Bundesligapartien war er sechsmal nicht im Kader und auch in den jüngsten vier Spielen wurde er nicht eingesetzt. Insgesamt verpasste er achtmal die Gelegenheit, sich auf dem Platz zu beweisen.
Wettbewerb im Sturm
Eine entscheidende Ursache für seine Situation ist die Konkurrenz im Angriff. Inzwischen stehen ihm sieben Offensivakteure vor der Nase, darunter die Spieler Ilyas Ansah (21), Livan Burcu (21), Oliver Burke (28) und Andrej Ilic (25). Zudem bringen auch die Mittelfeldspieler Woo-Yeong Jeong (26) und Tim Skarke (29) oft ihre Fähigkeiten in der Offensive ein. Selbst das Sturmtalent Dmytro Bogdanov (18) hat Ljubicic mittlerweile überholt.
Ein weiteres Problem stellt der noch bis 2028 laufende Vertrag von Ljubicic dar, der einen Wechsel vom Linzer ASK in der vergangenen Wintersaison mit einer Ablöse von 4,5 Millionen Euro verbunden war. Union würde vermutlich eine sofortige Abgabe oder Leihe des Spielers bevorzugen, da Ljubicic in der letzten Saison lediglich bei seinem Debüt in Hoffenheim (4:0) mit einem Tor und einer Vorlage auf sich aufmerksam machen konnte. Im laufenden Jahr scheint seine Chance auf Einsätze nahezu gleich null zu sein.
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