Das Flusspferd-Jungtier im Berliner Zoo soll den Namen Willi Wackelöhrchen tragen. Eine Jury wählte diesen aus mehr als 20.000 Namensvorschlägen, wie der Zoo am Dienstag berichtete.
Der Name für den Flusspferdbullen sollte in Form einer Alliteration typische Merkmale von Flusspferden betonen. Unter den Vorschlägen befanden sich etwa Paul Plansch, Bobby Boulette und Kalle Kullerauge.
Resonanz und Hintergrund
Der Berliner Zoo freut sich über den Hippo-Nachwuchs. Zoodirektor Andreas Knieriem äußerte sich zu der großen Resonanz und betonte, wie hoch die Begeisterung für diese Tiere sei. „Die Namensvorschläge waren kreativ, humorvoll und oft liebevoll mit Berlin und unseren Tieren verbunden“, so Knieriem.
Besonders positiv bemerkte er, dass der Name eine für Flusspferde sehr typische Eigenschaft beschreibt. Das Rotieren der kleinen Ohren nach dem Auftauchen ist ein häufig beobachtetes Verhalten, das dem Zweck dient, Wasser aus den Ohren zu befördern.
Überleben und Gefährdung
Das Flusspferd Nala brachte am 28. September Zwillinge zur Welt, von denen jedoch nur Willi überlebte. Das Hippo-Baby wurde mit 28 Kilogramm geboren und lag damit deutlich unter dem Normalwert von 40 Kilogramm für neugeborene Flusspferde. Für die 13 Jahre alte Nala ist dies der erste Nachwuchs.
Flusspferde stehen auf der roten Liste der gefährdeten Arten, da ihr Lebensraum zunehmend fragmentiert ist. In vielen Teilen des Nils, der ihnen den umgangssprachlichen Namen Nilpferd eingebracht hat, sind die Tiere nahezu ausgestorben.
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