„Wir müssen gucken, dass wir eine neue Landebahn bekommen“, erklärte Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) auf einer Veranstaltung der Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK). Ihre Äußerung bezog sich auf den Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld. Bonde sieht den Ausbau des Flughafens als notwendig an, um zusätzliche Fluggesellschaften und Flüge in die Hauptstadtregion zu bringen.
„Wenn wir mehr Slots zum Starten und Landen haben, werden wir auch attraktiver“, betonte sie und wies darauf hin, dass derzeit keine konkreten Pläne existieren. „Das ist Zukunftsmusik“, fügte die Senatorin hinzu.
Wirtschaftliche Lage des BER
Fünf Jahre nach der Eröffnung des Flughafens wird die wirtschaftliche Situation des BER kritisch betrachtet. Indes gibt es eine Debatte um das bestehende Nachtflugverbot. Berichten zufolge befürwortet Bonde auch eine Lockerung dieser Regelung. „Ich glaube, dass es mehr Möglichkeiten gibt, dann Airlines landen zu lassen und die Flieger nicht nach Hannover umzuleiten“, schlug die Senatorin vor.
Nachtflugverbot
Aktuell gilt am BER ein abgestuftes Nachtflugverbot von 22 Uhr bis 6 Uhr. Während Flüge mit lärmarmen Maschinen zwischen 22:30 Uhr und Mitternacht sowie von 5:30 Uhr bis 6 Uhr erlaubt sind, ruht der reguläre Flugbetrieb zwischen Mitternacht und 5 Uhr. In dieser Zeit dürfen lediglich Post-, Regierungs-, Vermessungs- und Ambulanzflüge stattfinden.
Das Nachtflugverbot führt häufig dazu, dass Passagiermaschinen, oft aufgrund von minimalen Verspätungen, nicht landen dürfen und umgeleitet werden. Die Brandenburger Landesregierung, die gemeinsam mit dem Land Berlin und dem Bund am Flughafen beteiligt ist, hat jedoch bereits deutlich gemacht, dass eine Lockerung dieser Vorgaben nicht mit ihr zu realisieren ist.
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