Toni Leistner, 35 Jahre alt und in Dresden geboren, hat unter anderem vier Jahre für Union Berlin gespielt. Bei Hertha BSC hat er sich jedoch als eine Schlüsselfigur etabliert. Im Vorfeld des Spiels gegen Arminia Bielefeld am 19. Dezember (18:30 Uhr) erläutert der Abwehrchef des Zweitligisten in einem Interview seine Ansichten zu dem schlechten Saisonstart seiner Mannschaft und hebt hervor, dass dies wenig mit der Stimmung innerhalb des Teams zu tun habe. Zudem gibt er Einblicke in die Merkmale einer soliden Defensive und beschreibt die Bedeutung seiner letzten Profi-Station.
Ein Blick auf das bevorstehende Spiel gegen Bielefeld
Leistner äußert: „Gegen Bielefeld wollen wir natürlich nochmal gewinnen, damit wir auf die 30 Punkte kommen. Und dann haben wir eine relativ ordentliche Hinrunde gespielt. Gerade wenn man den Start sieht, denke ich, dass wir das noch in die richtige Bahn gelenkt haben.“ Er macht zudem darauf aufmerksam, dass die Zeit zur Erholung während der Weihnachtszeit begrenzt sein wird, da die Pause bereits am 3. Januar endet und das Team in ein Trainingslager geht.
Erfolgsfaktoren und Teamdynamik
In der laufenden Saison hat die Mannschaft eine bemerkenswerte Leistung erbracht und sieben Pflichtsiege in Folge erzielt. Auf die Frage nach den Gründen für diesen beeindruckenden Lauf erklärt Leistner: „So ganz erklären kann man das nicht immer. Man arbeitet und arbeitet und irgendwann hat man das Matchglück auf seiner Seite. Dann kommt man in einen Flow.“ Er betont jedoch, dass nach dem Sieg gegen stärkere Teams auch die Möglichkeit besteht, gegen Schwächere wie Magdeburg zu verlieren.
Die Teamdynamik sei trotz der unterschiedlichen Ergebnisse stabil geblieben. „Es war aber auch keine extrem schlechte Stimmung, als wir noch nicht solche Ergebnisse hatten. Wir haben hier wirklich ein extrem gutes Team, in dem jeder mit jedem sehr gut klarkommt“, erklärt Leistner. Er hebt hervor, dass die Truppe trotz gelegentlicher Spannungen auf dem Trainingsplatz eine homogene Einheit bleibt.
Das Wesen einer guten Defensive
Auf die Frage, was eine gute Defensive ausmache, antwortet Leistner: „Verteidigen geht nur zusammen. Es geht nicht darum, dass Tjark viel hält und dass Marton oder ich die Bälle wegkriegen. Es geht darum, dass vorne richtig angelaufen wird und dass man kompakt steht.“ Dies erfordere eine enge Zusammenarbeit im Team. Auch wenn individuelle Fähigkeiten nicht zu vernachlässigen seien, stehe der Mannschaftsgeist an oberster Stelle.
Leistner, der trotz seiner 35 Jahre an Energie und Fitness gewonnen hat, zeigt sich optimistisch hinsichtlich seiner Karriere und der Zukunft des Vereins. Er beschreibt Hertha BSC als einen Klub, für den es ihm große Freude bereitet zu spielen, und reflektiert die positive Entwicklung der Verbindung zwischen Fans und Spielern in den letzten Jahren.
Das Interview wird mit dem Hinweis beendet, dass Leistners Vertrag am Ende der Saison ausläuft, und er beabsichtigt, nach seiner Karriere sesshaft zu werden.
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