Der Berliner Senat hat den Haushalt für die Jahre 2026 und 2027 beschlossen. Angesichts der angespannten finanziellen Situation sind Einsparungen und eine konsequente Haushaltskonsolidierung in sämtlichen Bereichen notwendig. Auch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie trägt dazu bei. Gleichzeitig setzt der Senat klare Prioritäten: Bildung, Jugend und Familie stehen im Fokus der Berliner Politik.
„Unser Ziel ist es, den Landeshaushalt strukturell wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das gelingt nur mit klaren Entscheidungen und Reformen“, erläutert Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie. „Gerade in dieser Lage ist entscheidend, dass wir unsere Mittel gezielt dort einsetzen, wo sie Wirkung entfalten.“
Investitionen in Bildung und frühkindliche Förderung
Ein zentraler Aspekt des Haushalts ist die Strategie zur Steigerung der Bildungsqualität. Investitionen erfolgen gezielt in Personal, Qualifizierung und verlässliche Strukturen. Die Unterrichtsversorgung wird gesichert, und die Stellen für Lehrkräfte bleiben erhalten. Die Aus-, Fort- und Weiterbildung wird unter anderem durch das Berliner Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung an Schulen weiter gestärkt.
Für Neubau, Sanierung und den baulichen Unterhalt der Schulen stehen in den Jahren 2026 und 2027 insgesamt 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Bis zum Schuljahr 2027/28 sollen über 15.000 zusätzliche Schulplätze und planmäßig 13 weitere Schulneubauten geschaffen werden. Darüber hinaus investiert Berlin jährlich knapp 50 Millionen Euro in die Digitalisierung der Schulen. Zusätzlich eröffnet der Digitalpakt II weitere Möglichkeiten zur nachhaltigen Weiterentwicklung der digitalen Ausstattung der Berliner Schulen.
Qualität in der frühkindlichen Bildung und Unterstützung von Familien
Im Bereich der frühkindlichen Bildung setzt der Senat ein klares Qualitätssignal. Trotz der schwierigen Haushaltslage wird der Betreuungsschlüssel in den Berliner Kitas verbessert. Dies führt zu mehr Zeit für Kinder, Entlastung für Fachkräfte und einer höheren pädagogischen Qualität im Alltag. Die frühkindliche Bildung bleibt somit ein zentraler Schlüssel für Chancengerechtigkeit.
Zudem werden zentrale Strukturen im Bereich Jugend und Familie gesichert. Prävention, frühe Intervention und Maßnahmen gegen Jugendgewalt stehen im Fokus. Die Sportförderung im Jugendbereich wird gezielt gestärkt. Auch Kinderschutz, Hilfen zur Erziehung und der Pflegekinderdienst bleiben gesichert.
Seit der Eröffnung des Standorts Treptow-Köpenick ist das Angebot der Familienservicebüros in allen Berliner Bezirken flächendeckend präsent. Der Haushalt gewährleistet, dass diese Struktur sowie die bewährte Arbeit der Stadtteilmütter auch in den kommenden Jahren zuverlässig fortgeführt wird.
Abschließend betont Senatorin Katharina Günther-Wünsch: „Dieser Haushalt verlangt klare Prioritäten. Für mich ist klar: Investitionen in Qualität, frühe Förderung sowie verlässliche Strukturen für Kinder, Jugendliche und Familien haben Vorrang. Genau darauf ist der Haushalt 2026/2027 ausgerichtet.“
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