Start des Wettbewerbs für den Luisenblock
Am 05.12.2025 gaben die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung den offiziellen Beginn des städtebaulichen Realisierungswettbewerbs für den Luisenblock Ost bekannt. Diese Fläche befindet sich am Schiffbauerdamm zwischen dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und dem Bahnhof Friedrichstraße und schließt direkt an den bereits abgeschlossenen hochbaulichen Realisierungswettbewerb „Luisenblock Ost I“ für ein neues Bürogebäude des Deutschen Bundestages an. Der Wettbewerb trägt den Titel „Luisenblock Ost II“.
Ziele des Wettbewerbs
In diesem Verfahren werden Planungsteams dazu aufgerufen, innovative Entwürfe für die Entwicklung dieses zentralen Areals zu erstellen, welches zu den letzten bedeutenden brachliegenden Flächen in Berlin gehört.
Die Senatsbaudirektorin Prof. Petra Kahlfeldt erklärte: „Mit diesem Wettbewerb gehen wir einen entscheidenden Schritt voran, um die letzte große Lücke im Band des Bundes zu schließen und die Berliner Mitte zu vervollständigen. Der östliche Luisenblock bietet die großartige Chance, ein urbanes Quartier mit neuen Wohnungen und Neubauten für den Deutschen Bundestag zu schaffen.“ Sie zeigt sich gespannt auf die Vielzahl kreativer Entwürfe.
Wettbewerbsdetails und Fristen
Das Verfahren wird als interdisziplinärer, offener und einphasiger städtebaulicher Realisierungswettbewerb gemäß der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) durchgeführt. An dem Wettbewerb können Teams aus Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur teilnehmen, wobei das gesamte Verfahren anonym abläuft.
Die Wettbewerbsunterlagen wurden am 5. Dezember 2025 veröffentlicht. Die Abgabe der Entwürfe ist bis zum 17. April 2026 vorgesehen. Das Preisgericht wird am 9. und 10. Juni 2026 tagen, um die Ergebnisse zu ermitteln, die anschließend in einer öffentlichen Ausstellung präsentiert werden.
Bedeutung des Luisenblocks
Der Luisenblock Ost II ist ein Teil der umfangreichen Entwicklungsmaßnahme „Hauptstadt Berlin – Parlaments- und Regierungsviertel“. Das Hauptziel dieses Wettbewerbs besteht darin, Entwürfe zu entwickeln, die sowohl die städtebaulichen als auch die funktionalen Anforderungen des Standorts berücksichtigen. Geplant sind Neubauten für den Deutschen Bundestag, die ver.di-Vermögensverwaltung sowie dringend benötigter Wohnraum.
Ein zentraler Aspekt ist die Gestaltung der Uferzone am Schiffbauerdamm, die als öffentlicher Raum aktiviert und zu einer attraktiven Promenade entwickelt werden soll. Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden die Grundlage für das anschließend stattfindende Bebauungsplanverfahren bilden.
Weitere Informationen zu den Wettbewerbsunterlagen sind auf der Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen einzusehen.
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