Einreiseverweigerung für Schiedsrichter: FIFA und Trump vor der WM in der Krise
Die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada steht vor einem ernsthaften Problem: Die US-Behörden haben einem von der FIFA nominierten Schiedsrichter die Einreise verweigert. Dies könnte die Durchführung des Turniers, das am kommenden Donnerstag mit dem Spiel zwischen Mexiko und Südafrika eröffnet wird, erheblich gefährden.
Konflikt zwischen FIFA und US-Behörden
Omar Artan, ein Schiedsrichter aus Somalia, sollte als erster Unparteiischer seines Landes bei der WM pfeifen. Trotz eines gültigen Visums wurde er von der US-Grenzbehörde CBP abgewiesen. Die Behörde gab an, dass „Bedenken bei der Sicherheitsprüfung“ die Einreise verhinderten. Dies stellt die FIFA vor eine große Herausforderung, da sie auf die Einhaltung ihrer eigenen Vorgaben angewiesen ist.
„Das wirft einen ziemlich dunklen schwarzen Schatten aufs Turnier“, äußerte Philipp Köster, Chefredakteur des Fußballmagazins „11Freunde“.
Die FIFA sieht sich in einer schwierigen Lage, da sie mit dem Turnier erhebliche Einnahmen generieren möchte, jedoch gleichzeitig den Einfluss der US-Regierung spüren muss. Die Einreiseverweigerung von Artan ist nicht nur ein Einzelfall; auch andere Delegationen, insbesondere aus Ländern, die auf Trumps Einreiseverbotsliste stehen, haben Schwierigkeiten.
Einreiseprobleme für weitere Delegationen
- Die iranische Delegation hat ebenfalls mit erheblichen Einreiseproblemen zu kämpfen.
- Funktionäre und Mitarbeiter aus dem Iran wurde die Einreise verweigert, während die Spieler gezwungen sind, in Mexiko zu wohnen.
- Fans aus verschiedenen Ländern, darunter Haiti und Schottland, berichteten von Einreiseverweigerungen.
Die FIFA hatte in der Vergangenheit betont, dass alle Beteiligten Zugang zum Gastgeberland haben müssen, um die Weltmeisterschaft erfolgreich durchzuführen. Gianni Infantino, der Präsident der FIFA, hatte dies bereits 2017 klar formuliert: „Es ist offensichtlich, dass alle Teams, Funktionäre und Fans Zugang zum Ausrichterland haben müssen. Sonst gibt es keine WM, das ist klar.“
Die Rolle von Donald Trump
Die Situation wird durch die Politik von Donald Trump weiter kompliziert. Der US-Präsident hat eine Einreiseverbotsliste erlassen, die mittlerweile 75 Länder umfasst, darunter 17 der 48 WM-Teilnehmer. Dies hat zu einem massiven Rückgang der Anzahl der Fans aus diesen Ländern geführt, die an der WM teilnehmen können.
„Die Welt ist in Amerika willkommen“, hatte Infantino noch beim FIFA-Kongress im Mai 2025 verkündet.
Doch die Realität sieht anders aus. Die FIFA steht unter Druck, während die US-Regierung ihre Einreisebestimmungen durchsetzt. Die Schikanen gegen die iranische Delegation sind besonders gravierend, da sie nicht nur die Spieler, sondern auch die Fans betreffen.
Auswirkungen auf die WM
- Die Einreiseprobleme könnten die gesamte Veranstaltung gefährden.
- Die FIFA muss dringend Lösungen finden, um die Teilnahme aller Teams und Fans zu gewährleisten.
- Die Situation könnte auch die finanziellen Einnahmen des Weltverbands beeinträchtigen.
Die FIFA hat in der Vergangenheit keine derartigen Probleme bei den Weltmeisterschaften in Russland und Katar erlebt, wo die Einreise für Fans und Funktionäre problemlos war. Die gegenwärtige Situation wirft Fragen über die zukünftige Zusammenarbeit zwischen der FIFA und der US-Regierung auf.
Fazit
Die bevorstehende WM steht vor einer ernsthaften Herausforderung, die nicht nur den Sport, sondern auch die Beziehungen zwischen der FIFA und der US-Regierung betrifft. Die Einreiseverweigerungen sind ein deutliches Zeichen für die Schwierigkeiten, die die FIFA in der aktuellen politischen Landschaft bewältigen muss. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird und ob eine Lösung gefunden werden kann, um die Weltmeisterschaft wie geplant durchzuführen.
Quellen: n-tv
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