Ausblick: Der neue US-Superträger USS John F. Kennedy nähert sich seiner Übergabe an die US Navy, die für das Frühjahr 2027 vorgesehen ist. Trotz ausstehender Arbeiten an wichtigen Systemen und der Notwendigkeit letzter Abnahmen hat das Schiff eine entscheidende Phase in seinem Entwicklungsprozess erreicht.
Aktueller Stand der USS John F. Kennedy
Die USS John F. Kennedy hat kürzlich ihre Abnahmefahrten im Atlantik erfolgreich absolviert. Diese Tests stellen einen wichtigen Schritt dar, um das Kriegsschiff für die bevorstehende Übergabe an die US Navy vorzubereiten. Nach Angaben einer Militärzeitung der USA lief das Schiff am 12. August 2026 von der Werft Newport News Shipbuilding in Virginia aus und kehrte am 15. August erfolgreich zurück, was auf das Ende der Testphase hinweist.
Details zu den Abnahmefahrten
Insgesamt verbrachte die USS John F. Kennedy vier Tage auf See, während der verschiedene Tests durchgeführt wurden. An diesen Prüfungen beteiligten sich sowohl Seeleute als auch Marinepersonal sowie Vertreter der Werft. Das Programm wurde vom Board of Inspection and Survey begleitet, das für die Überprüfung der Schiffe vor der offiziellen Übergabe verantwortlich ist.
„In den vergangenen Tagen hat die Besatzung der künftigen USS John F. Kennedy außergewöhnlich gut gearbeitet“, sagte Kapitän Mark Johnson, der als Programmmanager für den Neubau von Flugzeugträgern fungiert.
Zusätzlich äußerte sich Derek Murphy von Newport News Shipbuilding: „Es ist eine Ehre, mit der Kennedy in See zu stechen und die Qualitätsarbeit und den Einsatz unserer Schiffbauer zu demonstrieren.“
Hintergründe zur Entwicklung des Superträgers
Die USS John F. Kennedy ist das zweite Schiff der Gerald-R.-Ford-Klasse und misst 337 Meter in der Länge, bei einem Gewicht von 100.000 Tonnen. Sie gehört zu den größten Kriegsschiffen weltweit, gemeinsam mit ihrem Schwesterschiff, der USS Gerald R. Ford. Der Bau des Trägers kostete etwa 13,2 Milliarden US-Dollar (rund 11,4 Milliarden Euro). Ursprünglich war eine Auslieferung im Juli 2025 geplant, jedoch wurde dieser Termin mehrfach verschoben.
Risiken und Herausforderungen vor der Übergabe
Die Verzögerungen in der Fertigstellung des Schiffes sind laut Marine-Haushaltsunterlagen hauptsächlich auf zwei Bereiche zurückzuführen:
- Probleme bei der Zertifizierung des Fangsystems, welches für das Abbremsen landender Flugzeuge erforderlich ist.
- Notwendige Arbeiten an den Aufzügen für Munition und Waffen, die bomben, Raketen und andere Materialien vom Inneren des Schiffs zum Flugdeck transportieren.
Nach den Abnahmefahrten wird die USS John F. Kennedy in die Werft zurückkehren, wo weitere Schritte zur Vorbereitung auf die Übergabe erfolgen. Dazu gehören eine vorläufige Abnahme und das sogenannte Contractor Fitting Out, in dessen Rahmen die Ausstattung geprüft, Material erfasst, Vorräte geladen und offene Arbeiten abgeschlossen werden. Diese Phase könnte bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen. Zudem müssen noch vier moderne Waffenaufzüge fertiggestellt werden.
Die Neuerungen der Ford-Klasse umfassen unter anderem die elektromagnetischen Startsysteme für Flugzeuge sowie eine überarbeitete Insel und eine erhöhte elektrische Leistung an Bord.
Quellen: Focus
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.