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68 Jahre alt: Extrabreit begeistert im Hole44 in Berlin

Es hat schon Tradition. Rund um Weihnachten treten Extrabreit in Berlin auf. Obwohl die Band keine neuen Songs im Gepäck hat und ihr letztes Album…

68 Jahre alt: Extrabreit begeistert im Hole44 in Berlin

Es hat schon Tradition. Rund um Weihnachten treten Extrabreit in Berlin auf. Obwohl die Band keine neuen Songs im Gepäck hat und ihr letztes Album aus dem Jahr 2020 stammt, sind die Fans gekommen, um ihre Klassiker zu hören. „Hallo Berlin, hier sind die Ohrfeigengesichter aus dem Ruhrgebiet mit ihrem alten Kram“, erklärte Sänger Kai Havaii selbstironisch nach einigen Eröffnungsnummern im Hole44 in Neukölln. Mit Hits wie „Sturzflug“, „Geisterbahn fahrn“ und „Kleptomanie“ liefern Extrabreit schon zu Beginn ihrer Show einige ihrer bekanntesten Stücke.

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Ein eingespieltes Team

Die Band besteht aus der Urbesetzung, darunter Sänger Kai Havaii, 68, und Gitarrist Stefan Kleinkrieg, 70. Auch Drummer Ralf Möller, 69, der zeitweise wieder in die Band zurückgekehrt ist, sowie Gitarrist Bubi Hönig, ebenfalls 70, sind Teil der Gruppe. Gemeinsam erzeugen sie einen kraftvollen Sound, der Rock ’n‘ Roll, Boogie-Woogie und Punkrock umfasst. Die Energie und Laune auf der Bühne sind bemerkenswert und zeigen, dass Extrabreit als eine der besten Bands ihrer Altersklasse gilt.

Ein Publikum voller Erinnerungen

Das Publikum, nicht ganz ausverkauft, aber gut besucht, setzt sich überwiegend aus älteren Fans zusammen, die in den 1980er Jahren mit der Musik von Extrabreit aufgewachsen sind. Diese Mitglieder erinnern sich an die Zeit, als „Hurra Hurra die Schule brennt“ 1981 veröffentlicht wurde. Viele der älteren Fans singen mit Begeisterung Lieder wie „Flieger, grüß mir die Sonne“ und „Hart wie Marmelade“. Gleichzeitig sind auch jüngere Zuhörer anwesend, die erst später auf die Band aufmerksam wurden und deren agiles Auftreten zu schätzen wissen.

Eine Mischung aus Alt und Neu

Obwohl Extrabreit seit ihren Anfängen in der Punkbewegung im Jahr 1979 aktiv sind, bleibt ihre Live-Performance ansprechend und dynamisch. Ihre Setlist ist vielfältig, umfasst alle bekannten Hits und einige weniger bekannte Stücke aus den 1990ern sowie von neueren Alben. Während die Band stilistisch einem Gitarrenrock-Sound treu bleibt, ist die Einordnung in das Genre „Neue Deutsche Welle“ nicht ganz zutreffend.

Stimmungspegel im Publikum

Trotz der ausgelassenen Stimmung und der gesanglichen Mitwirkung der Fans bleibt die Gesamtatmosphäre während des Auftritts eher ruhig. Die Zuschauer scheinen verhalten zu sein, obwohl sie die Musik genießen. Die Dynamik zwischen den Bandmitgliedern und dem Publikum könnte sich noch steigern, um das Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Bildquelle: Shutterstock

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