Das Berliner Eiskunstlauf-Duo Minerva Hase und Nikita Volodin hat mit einer herausragenden Kür den Sprung auf das Podium beim angesehenen Grand-Prix-Finale vollzogen. Die beiden 26-Jährigen präsentierten sich im japanischen Nagoya in hervorragender Form und erzielten insgesamt 221,25 Punkte, was ihnen den dritten Platz einbrachte.
Nach einem fehlerhaften Kurzprogramm am Donnerstag, in dem sie den fünften Rang belegten, zeigten Hase und Volodin bereits am folgenden Tag die beste Kür ihrer Karriere sowie im gesamten Teilnehmerfeld. Dies weckte Hoffnungen auf eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen im Februar.
Erfolgreicher Schritt in Richtung Olympia
„Minerva und Nikita sind mittendrin im Konzert der Großen“, erklärte der Eiskunstlauf-Experte Daniel Weiss. „Die Kür war immer so ein bisschen fehlerbehaftet, deshalb war das heute ein sehr wichtiger Schritt, sie mal fehlerfrei und im Ganzen zu zeigen – sowohl die Elemente als auch die Emotionen. Wir haben eine schöne Punktzahl dafür bekommen, was uns mit Blick Richtung Olympia auch noch einmal Sicherheit gibt“, äußerte Minerva Hase nach dem Wettbewerb.
Trotz der beeindruckenden Kür war der Rückstand aus dem Kurzprogramm zu groß, um die Weltmeister Riku Miura/Ryuichi Kihara aus Japan, die 225,21 Punkte erzielten, zu überholen und das Grand-Prix-Finale zum dritten Mal in Folge zu gewinnen. Den zweiten Platz sicherte sich das italienische Paar Sara Conti/Niccolò Macii mit 223,28 Punkten.
Durchbruch in durchwachsener Saison?
Für den Wettbewerb hatten sich die besten sechs Paare der Grand-Prix-Saison qualifiziert. Hase und Volodin waren die einzigen deutschen Teilnehmer in Asien, die über die Disziplinen hinweg antraten. Die Kür des Duos könnte als Durchbruch in einer bisher eher durchwachsenen Saison gelten, mit dem Höhepunkt der Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo im Blick. Dort zählen Hase und Volodin zu den Favoriten auf eine Medaille.
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