Wie wird Berlin im Jahr 2026 seine Mobilität verbessern und dabei gleichzeitig die Infrastruktur modernisieren? Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) plant, die bestehenden Strukturen in der Hauptstadt umfassend zu stabilisieren, zu sanieren und auszubauen. Für diese Maßnahmen werden im kommenden Jahr rund 2,83 Milliarden Euro bereitgestellt, welche sich aus dem Berliner Doppelhaushalt sowie Mitteln des Sondervermögens des Bundes zusammensetzen. Nachfolgend sind für das Jahr 2027 weitere 2,92 Milliarden Euro eingeplant.
Investitionen in die Infrastruktur und Innovationen
Ute Bonde, die Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, betont die Dringlichkeit dieser Maßnahmen: „Wir sind uns der Probleme mit der Infrastruktur bewusst und nehmen die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst. Unser Ansatz unterscheidet sich von dem des Vorgängersenats, da wir Berlin wieder mobil machen wollen – sei es auf Straßen, Brücken, Schienen oder Gewässern.“ Im Jahr 2026 wird ein besonderer Fokus auf Investitionen in die Infrastruktur gelegt, um auch in Zukunft Mobilität für alle Menschen in Berlin zu gewährleisten.
Fokus auf Brücken und Straßen
Ein bedeutender Handlungsbedarf besteht im Bereich der Brücken. Für Sanierungsarbeiten, Neubauten und Ersatzneubauten stehen ab Januar inklusive der Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes fast 108 Millionen Euro zur Verfügung, mit einer weiteren Steigerung auf knapp 122 Millionen Euro im Jahr darauf. Der Masterplan Brücken soll konkrete Vorschläge zur Beschleunigung von Gesetzgebung, Planung und Umsetzung vorlegen. „Die positiven Ergebnisse bei den Brücken An der Wuhlheide sowie Westend- und Ringbahnbrücke zeigen, wie wir das neue Tempo in Berlin umsetzen können“, erklärt Bonde weiter.
Öffentlicher Nahverkehr und Radverkehr
Im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) werden mit einer Überarbeitung des Verkehrsvertrags ab 2026 über 1,3 Milliarden Euro jährlich in die BVG investiert – ein Rekordbetrag. Zudem wird durch die Wiedereröffnung der Dresdner Bahn seit Mitte Dezember eine schnellere Anbindung an den BER ermöglicht. Somit wird die S15, ein Teil der neuen S21-Strecke, voraussichtlich ab Ende März 2026 in Betrieb genommen. Diese neue Linie wird eine Verbindung zwischen dem Nordring und dem Hauptbahnhof bieten.
Fahrradinfrastruktur und Barrierefreiheit
Zu den geplanten Maßnahmen im Radverkehr zählt die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens für die Radschnellstrecke RSV 3, die von Wannsee nach Charlottenburg-Wilmersdorf führen soll. Darüber hinaus werden neue Radwege in Charlottenburg-Wilmersdorf und Pankow eingerichtet, um die Fahrradinfrastruktur weiter zu verbessern.
Die SenMVKU wird im Jahr 2026 entscheidende Schritte in Richtung einer modernen Verkehrspolitik unternehmen, die alle Verkehrsteilnehmer in Berlin berücksichtigt. Auf diese Weise wird die Mobilität in der Hauptstadt auch in den kommenden Jahren sichergestellt.
Bildquelle: Leonhard Lenz via Wikimedia Commons (CC0)