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Berlin Beschließt „Millionen-Baum-Gesetz“: Mehr Grün für die Hauptstadt

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat mit breiter Mehrheit ein neues Baumgesetz verabschiedet, das die Anzahl der Stadtbäume bis 2040 auf eine Million erhöhen soll. Diese Entscheidung,…

Berlin Beschließt „Millionen-Baum-Gesetz“: Mehr Grün für die Hauptstadt

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat mit breiter Mehrheit ein neues Baumgesetz verabschiedet, das die Anzahl der Stadtbäume bis 2040 auf eine Million erhöhen soll. Diese Entscheidung, die maßgeblich von einer Bürgerinitiative vorangetrieben wurde, zielt darauf ab, die Lebensqualität und das Stadtklima zu verbessern. Die Finanzierung des ambitionierten Projekts wird auf rund drei Milliarden Euro geschätzt.

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Wichtige Eckpunkte des neuen Baumgesetzes

  • Ziel: Eine Million gesunde Stadtbäume bis 2040.
  • Kosten: Geschätzte drei Milliarden Euro.
  • Zeitplan: Ersatz aller in den letzten zehn Jahren gefällten Bäume bis Ende 2027.
  • Bürgerbeteiligung: Berliner dürfen unter Auflagen selbst Bäume pflanzen.
  • Klimaanpassung: Verpflichtende Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in allen Planungen.

Ein Meilenstein für Berlins Stadtgrün

Das neu beschlossene Berliner Baumgesetz markiert einen bedeutenden Schritt zur Verbesserung des städtischen Ökosystems. Mit dem Ziel, bis 2040 insgesamt eine Million gesunde Bäume in der Hauptstadt zu etablieren, reagiert Berlin auf die Herausforderungen des Klimawandels und die Notwendigkeit einer grüneren Stadt. Die Initiative "BaumEntscheid" war maßgeblich an der Entstehung des Gesetzes beteiligt, das nun mit breiter Unterstützung aller Parteien außer der AfD verabschiedet wurde. Dies bedeutet auch, dass ein geplanter Volksentscheid "Baum" vom Tisch ist.

Finanzierung und Zeitplan

Die Kosten für dieses ehrgeizige Vorhaben werden auf rund drei Milliarden Euro geschätzt. Für die Jahre 2026 und 2027 sind bereits 14 bzw. 40 Millionen Euro eingeplant. Ob Teile der Finanzierung aus dem Sondervermögen des Bundes bestritten werden können, ist noch offen. Ein zentraler Punkt des Gesetzes ist die Verpflichtung, alle in den vergangenen zehn Jahren gefällten Bäume bis Ende 2027 zu ersetzen. Dies soll den aktuellen Baumschwund ausgleichen, der durch eine jährliche Bilanz von deutlich mehr gefällten als nachgepflanzten Bäumen gekennzeichnet ist.

Bürgerbeteiligung und Klimaanpassung

Das Gesetz eröffnet auch Bürgern die Möglichkeit, sich aktiv an der Begrünung ihrer Stadt zu beteiligen. Sie dürfen zukünftig, in Zusammenarbeit mit Fachbetrieben und gemäß festgelegten Pflanzlisten, eigene Bäume pflanzen. Auch Unternehmen und Organisationen sind eingeladen, sich an Pflanzaktionen zu beteiligen. Darüber hinaus verpflichtet das Gesetz Land und Bezirke dazu, bei allen Planungen Maßnahmen zur Klimaanpassung zu berücksichtigen. Dazu gehören die Anlage von mehr Grünflächen, kleinen Parks und der Ausbau des Regenwassermanagements.

Herausforderungen und Kritik

Trotz der breiten Zustimmung gibt es auch kritische Stimmen. Bedenken werden hinsichtlich der hohen Kosten und der Finanzierung geäußert, insbesondere die geplante Nutzung von Bundesmitteln stößt auf Skepsis. Kritiker weisen auch auf potenzielle räumliche Engpässe bei der Umsetzung hin, da in dicht bebauten städtischen Gebieten oft der Platz für neue Bäume fehlt. Zudem wird die Kürzung des Umweltetats im Haushaltsentwurf 2026/2027 kritisiert, während gleichzeitig Milliarden für Bäume ausgegeben werden sollen.

Die Bedeutung von Stadtbäumen

Wissenschaftliche Studien belegen die essenzielle Rolle von Stadtbäumen für die Reduzierung von Hitzeinseln, die Verbesserung der Luftqualität und die Bindung von CO2. An heißen Tagen können baumbestandene Straßenzüge signifikant kühlere Temperaturen aufweisen. Mit einer Million gesunder Bäume könnte Berlin seine Kühlleistung mehr als verdoppeln und die Spitzentemperaturen in besonders belasteten "Hitzevierteln" spürbar senken.

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