Am 10. Februar 2026 hat der Berliner Senat eine neue Strategie zur integrierten Infrastrukturplanung verabschiedet. Diese Entscheidung wurde auf Vorschlag von Christian Gaebler, dem Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, getroffen. Die „Strategie zur integrierten Infrastrukturplanung (SIIP) 2026“ baut auf der im Jahr 2021 eingeführten SIIP auf und zielt darauf ab, die verschiedenen Prozesse der räumlichen Planung für Bildungseinrichtungen, Jugend, Kultur, Sport und Grünflächen in den Bezirken und Stadtteilen besser zu verknüpfen.
Koordinierte Planung für die Daseinsvorsorge
Die Fachplanungen auf Senats- und Bezirksebene werden künftig nach einheitlichen Standards zusammenarbeiten. Das Hauptziel besteht darin, die notwendigen Flächen für die Daseinsvorsorge sowohl gegenwärtig als auch in der Zukunft stadtplanerisch abzusichern. Die SIIP wurde umfassend evaluiert und punktuell weiterentwickelt, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden.
Wachstum und Anpassung der Infrastruktur
Christian Gaebler betonte die Bedeutung dieser Strategie angesichts der aktuellen Bevölkerungsprognosen, die ein weiteres Wachstum Berlins in den kommenden Jahren vorhersagen. Dabei wird jedoch auf die unterschiedlichen Bedürfnisse in den einzelnen Bezirken eingegangen. An vielen Standorten werden neue Wohnanlagen in Verbindung mit zusätzlichen Infrastruktureinrichtungen wie Schulen, Kitas, Sportstätten und öffentlichen Grünflächen geschaffen, um lebendige Quartiere zu fördern. Gleichzeitig müssen die Angebote in Wohnortnähe an die sich verändernden Altersstrukturen angepasst werden. Ein Beispiel für die Herausforderungen in der Stadtentwicklung ist, dass der Senat das Wohncontainerprogramm für Geflüchtete ausgesetzt hat, während andere Bauprojekte fortgeführt werden.
Verantwortung der Bezirke und effiziente Planung
Die Verantwortung für die Planung der wohnungsnahen sozialen Infrastruktur liegt bei den Bezirken. Diese entwickeln mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen fachübergreifende Soziale Infrastruktur-Konzepte (SIKo) und aktualisieren regelmäßig die erforderlichen Planungsdaten. Angesichts der begrenzten Flächen und finanziellen Mittel für die Daseinsvorsorge ist eine vorausschauende und effiziente Planung von großer Bedeutung. Besonders wichtig ist die verstärkte Mehrfachnutzung von Gebäuden und Flächen, um die vorhandenen räumlichen Potenziale und Synergien optimal zu nutzen. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, wie es weitergeht mit dem Stadtentwicklungsplan Klima 2.0, der ebenfalls in die Planungen einfließen sollte.
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Bildquelle: Newsflash24