„Eine kinder- und jugendfreundliche Stadt zeichnet sich dadurch aus, dass sie die Bedürfnisse und Rechte junger Menschen ernst nimmt“, erklärte Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, nach der heutigen Sitzung des Senats. Der Senat hat am 8. September 2026 beschlossen, dass Berlin am Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ teilnehmen wird. Zudem wurden zwei weitere bedeutende Initiativen ins Leben gerufen: die Einführung eines verbindlichen Jugend-Checks für Gesetzgebungsverfahren sowie die Gründung einer Jugendwohnagentur.
Initiativen zur Stärkung der Rechte junger Menschen
Mit diesen Maßnahmen beabsichtigt der Senat, die Rechte und Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen in Berlin nachhaltig zu fördern und die Stadt zu einem noch kinder- und jugendfreundlicheren Ort zu entwickeln. Berlin ist der erste Stadtstaat, der sich an der internationalen Initiative „Child-Friendly Cities“ von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk beteiligt. Dies bedeutet, dass die UN-Kinderrechtskonvention als verbindlicher Maßstab für alle Handlungen der Senatsverwaltungen verankert wird.
Die Berücksichtigung von Kinder- und Jugendrechten wird künftig ressortübergreifend in politische Entscheidungen integriert. Ein landesweiter Aktionsplan mit klaren Zuständigkeiten und verbindlichen Maßnahmen wird sicherstellen, dass die Rechte junger Menschen nicht nur theoretisch festgelegt, sondern auch praktisch im Alltag umgesetzt werden.
Verbindlicher Jugend-Check und Jugendwohnagentur
Der verbindliche Jugend-Check wird künftig sicherstellen, dass Gesetze und politische Vorhaben systematisch auf ihre Auswirkungen auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene überprüft werden. Dadurch wird die Perspektive junger Menschen frühzeitig in den Gesetzgebungsprozess einbezogen, was eine generationengerechte Politik fördert.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Schaffung einer Jugendwohnagentur, die insbesondere Care Leaver und andere junge Menschen beim Übergang in ihren ersten eigenen Wohnraum unterstützen soll. Die Agentur wird sich um die Vermittlung von bezahlbarem Wohnraum kümmern und begleitende Beratung anbieten, um Wohnungslosigkeit zu verhindern und die gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Ziel ist es, die Voraussetzungen für Ausbildung, Beruf und ein selbstständiges Leben zu verbessern.
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Quellen: berlin.de, n-tv, Die Zeit
Bildquelle: Sebastian Luna auf Pexels
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