Die Messe Berlin verzeichnet ein kontinuierliches Wachstum im Bereich Kongresse und Veranstaltungen. Für das Jahr 2025 prognostiziert das landeseigene Unternehmen einen Umsatz von 235 Millionen Euro, was einer Steigerung von rund 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Informationen stammen aus einer Präsentation, die der Messe für das Abgeordnetenhaus zur Verfügung steht und dem vorliegt. Allerdings wird der Gesamtumsatz des Unternehmens um nahezu 100 Millionen Euro zurückgehen, was vor allem auf das Auslaufen des Vertrages für das Ankunftszentrum in Tegel zurückzuführen ist.
In diesem Jahr hat die Messe rund 1,8 Millionen Teilnehmende bei fast 60 eigenen Veranstaltungen sowie 64 Gastveranstaltungen im In- und Ausland empfangen. Die Zahl der Aussteller belief sich auf etwa 26.000. Besonders hervorzuheben ist, dass zwei der bedeutendsten Umsatzquellen, die Transportmesse Innotrans und die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA), in diesem Jahr nicht durchgeführt wurden, da sie nur alle zwei Jahre stattfinden.
Ausblick auf zukünftige Entwicklungen
Für das Jahr 2026 erwartet die Messe im Kerngeschäft einen Umsatz von über 300 Millionen Euro. Dennoch sieht sich das Unternehmen im Auslandsgeschäft einem Nachholbedarf gegenüber und liegt im Vergleich zu anderen Messestandorten wie Frankfurt am Main, Düsseldorf oder Nürnberg deutlich zurück.
Um diese Wettbewerbsnachteile zu kompensieren, plant die Messe Berlin bis 2030 die Einführung von sechs neuen Veranstaltungen. Zudem hat das Unternehmen kürzlich mit Ablegern der Innotrans und der Touristikmesse ITB nach Nordamerika und Asien expandiert. Am Standort Berlin ist für 2027 der Umbau der Halle 9 zu einem Kongresszentrum vorgesehen.
Bildquelle: Foto: A.Savin / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)