Der Berliner Senat verfolgt das Ziel, mehr Unternehmen aus der Sicherheits- und Verteidigungsbranche in die Hauptstadt zu ziehen. Zu diesem Zweck wurde am Dienstag das Konzept des sogenannten Defense Technology-Ökosystems (DefTech) beschlossen.
Unternehmen, die in den Bereichen Militär- und Sicherheitsinfrastruktur tätig sind, sollen in Berlin verstärkt gefördert und akquiriert werden. Obwohl hierfür keine zusätzlichen finanziellen Mittel bereitgestellt werden, betonte Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD), dass die bestehenden Fördermöglichkeiten bereits vorteilhaft seien. Die Zusammenarbeit mit der Investitionsbank Berlin sowie eine kontinuierliche Beratung der Unternehmen sind geplant. Ziel ist es, ein umfassendes Netzwerk aus neuen und bereits etablierten Unternehmen in diesem Sektor zu schaffen.
Wachstum im „Dual Use“-Sektor
In Berlin und Brandenburg verzeichnen immer mehr Unternehmen eine Zunahme ihrer militärischen Produktionskapazitäten. Laut Giffey sind bereits etwa 130 Unternehmen in Berlin mit insgesamt 26.000 Beschäftigten in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ansässig, die einen Gesamtumsatz von rund acht Milliarden Euro erwirtschaften.
Zusätzlich existieren in der Region über 400 Dual-Use-Unternehmen, die sowohl für zivile als auch militärische Anwendungen produzieren. Auf dieser bereits bestehenden Infrastruktur soll die Hauptstadtregion für Firmen, die sich mit Sicherheits- und Verteidigungsfragen befassen, attraktiver gestaltet werden.
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