Abschluss der ersten Beteiligungsphase zur Berliner Olympia-Bewerbung
Am 15. Juli 2026 fand im THF Tower am Flughafen Tempelhof die Veranstaltung „Forum BERLIN+ | Vom Dialog zur Bewerbung“ statt, die das Ende der ersten Phase der Bürgerbeteiligung im Rahmen der Bewerbung Berlins um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele markierte. Berlins Bürgermeister Stefan Evers und der Olympiabeauftragte des Senats, Kaweh Niroomand, luden Vertreter der Stadtgesellschaft sowie Interessierte ein, um das Konzept der Bewerbung zu präsentieren und das Engagement der Beteiligten zu würdigen.
Bürgermeister Evers betonte die Bedeutung des Projekts für die Stadt und die Partnerregionen. Er hob hervor, dass die Begeisterung der Berlinerinnen und Berliner während der Beteiligungsphase deutlich spürbar war. Viele Menschen haben sich aktiv eingebracht, diskutiert und ihre Ideen sowie Erwartungen formuliert. Evers bezeichnete Berlin als idealen Austragungsort für die Spiele, da die Stadt über eine hohe internationale Strahlkraft, eine sportbegeisterte Bevölkerung und bereits mehr als 90 Prozent der benötigten Sport- und Veranstaltungsstätten verfüge. Er dankte allen, die diesen Prozess unterstützt haben.
Kaweh Niroomand erklärte, dass die Beteiligung der Stadtgesellschaft die Bewerbung bereichert habe. Die in den Dialogformaten gesammelten Beiträge hätten wertvolle Impulse gegeben und zur Weiterentwicklung des Konzepts beigetragen. Dies zeige, wie die Bewerbung durch die konstruktiven und vielfältigen Perspektiven der Bürgerinnen und Bürger an Qualität gewinnen könne. Themen wie Nachhaltigkeit, Mobilität, Nachnutzung von Sportstätten, Inklusion und das Fan-Erlebnis wurden intensiv diskutiert und flossen in die Bewerbung ein.
Im Rahmen des Bewerbungsprozesses wurden Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter verschiedener Interessengruppen eingeladen, ihre Perspektiven und Anregungen einzubringen. Dies stellt einen besonderen Akzent im nationalen Bewerbungsverfahren dar, da die Stadtgesellschaft aktiv an der Gestaltung der Bewerbung beteiligt war. Der Fokus lag darauf, wie die Spiele zu Berlin passen könnten, anstatt die grundsätzliche Frage nach der Durchführung der Olympischen und Paralympischen Spiele zu erörtern.
Ein zentrales Ergebnis des Beteiligungsprozesses ist die „Bürgercharta für Olympia“, die konkrete Vorschläge, Ideen und Anforderungen enthält, die in das Feinkonzept der Bewerbung integriert wurden. In der Bürgercharta wurden drei übergeordnete Leitgedanken definiert:
- Chance für die Stadtentwicklung: Die Spiele sollen konkrete Verbesserungen für Berlin bewirken.
- Soziale und ökologische Verträglichkeit: Bezahlbarer Wohnraum und nachhaltige Stadtentwicklung sind zentrale Anliegen.
- Hohe Anforderungen an Transparenz: Es werden nachvollziehbare Entscheidungen erwartet.
Die Beteiligung hat entscheidend zur Qualität der Berliner Bewerbung beigetragen und den Anspruch unterstrichen, die Olympischen und Paralympischen Spiele gemeinsam mit der Stadtgesellschaft zu gestalten. Der internationale Bewerbungsprozess BERLIN+ wird weiterhin im Austausch mit der Stadtgesellschaft entwickelt, wobei die Beteiligung ein fester Bestandteil der Planung und Umsetzung bleibt. Weitere Informationen zur digitalen Befähigung im Alter finden Sie in unserem Artikel über die Förderung der Selbstbestimmung in Berlin.
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Quellen: berlin.de
Bildquelle: Foto: A.Savin / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)