Am 20. September 2026 sind rund 2,5 Millionen Berliner*innen, darunter zahlreiche Personen mit Migrationshintergrund, zur Teilnahme an den Wahlen aufgerufen. Unter den wahlberechtigten Personen mit Migrationshintergrund befinden sich auch viele Erstwähler*innen. Im Jahr 2025 haben sich etwa 39.000 Menschen in Berlin einbürgern lassen, wodurch viele von ihnen zum ersten Mal an einer Wahl teilnehmen können. Zudem sind bei den Bezirkswahlen auch Unionsbürger*innen stimmberechtigt. Dies erweitert den Kreis derjenigen, die über die Zukunft Berlins mitentscheiden können. Die Vielfalt Berlins soll sich an den Wahlurnen widerspiegeln.
Die Berliner Integrationsbeauftragte, Katarina Niewiedzial, hat heute die Kampagne „Über dich wird gesprochen – am 20. September sprichst du mit“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit der Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kiziltepe, wird insbesondere an Menschen mit Migrationshintergrund sowie an Erstwähler*innen appelliert, an den Wahlen teilzunehmen und damit ein wichtiges demokratisches Recht wahrzunehmen.
Die mehrsprachige Kampagne wird in der gesamten Stadt präsentiert und verdeutlicht, dass jede Stimme Einfluss auf die Zukunft Berlins hat. Die Ansprache erfolgt über Plakate, Social-Media-Kanäle sowie Postkarten und Sticker, die über Multiplikator*innen wie Volkshochschulen, Verbände, Vereine, Universitäten und Initiativen verbreitet werden. Eine Website bietet leicht verständliche Informationen zu Wahlen, Wahlrecht und Stimmabgabe. Politische Entscheidungen zu zentralen Themen wie Wohnen, Bildung, Arbeit, Teilhabe und dem Zusammenleben im Kiez werden durch Wahlen beeinflusst.
Frühzeitige politische Aktivierung und das Gefühl, in der Demokratie wirksam zu sein, fördern die Wahlbeteiligung, unabhängig von der Herkunft. Diskriminierungserfahrungen, unzureichende Ansprache durch Parteien und komplizierte Informationen zum Wahlrecht können hingegen dazu führen, dass Menschen ihre Stimme nicht abgeben.
Senatorin Cansel Kiziltepe betont, dass Politik die Anliegen der Berliner*innen verstehen muss, um gute Entscheidungen treffen zu können. Berlin ist eine Migrationsgesellschaft, in der jede sechste Person einen Migrationshintergrund hat. Daher ist es entscheidend, dass die Wählerschaft aktiv an der Entwicklung Berlins mitwirkt.
Katarina Niewiedzial, die Integrationsbeauftragte, äußert den Wunsch, dass insbesondere die Erstwähler*innen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Wählen zu gehen, sei ein Privileg.
Edwin Florina Greve, Referent des Migrationsrats Berlin e.V., hebt hervor, dass die Nutzung des Wahlrechts Einfluss auf die politischen Schwerpunkte der Stadt für die kommenden fünf Jahre hat. Viele Berliner*innen, die kein Wahlrecht besitzen, wünschen sich dieses, was die Bedeutung der Wahlbeteiligung unterstreicht.
Die Kampagne fördert das Gefühl der Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit: Unabhängig von der Herkunft sollte jede Person in Berlin die Möglichkeit haben, politisch mitzugestalten. Die WALL AG unterstützt die Kampagne, indem sie Werbesäulen im Rahmen des Werberechtsvertrages bereitstellt.
Link zur Kampagne: berlin.de/sprich-mit-2026
Quellen: berlin.de, Die Zeit, rbb24
Bildquelle: Marvin Machler auf Pexels
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