Der Maler Harald Metzkes ist im Alter von 97 Jahren in Wegendorf, Brandenburg, verstorben. Sein Sohn, der Bildhauer Robert Metzkes, bestätigte den Tod, der in familiärem Kreis stattfand.
Ein Leben für die Kunst
Metzkes war ein bedeutender Vertreter der Berliner Malschule und erlangte in der DDR Bekanntheit, da er sich dem sozialistischen Realismus widersetzte. Laut seinem Sohn war es ihm nicht wichtig, kulturpolitische Vorgaben zu erfüllen. Stattdessen widmete er sich Themen wie Komödie, Harlekinen und Zirkusdarstellungen, die er als Parabeln nutzte, um die Realität darzustellen. Aufgrund der Vielzahl an theatralischen Figuren wird sein Werk auch als „Welttheater“ bezeichnet.
Ausbildung und künstlerische Entwicklung
Geboren wurde Metzkes 1929 in Bautzen, Sachsen. Nach einer Lehre als Steinmetz und einem Studium an der Hochschule für bildende Künste in Dresden war er Meisterschüler bei Otto Nagel an der Deutschen Akademie der Künste in Berlin. Ab den 1950er Jahren gehörte er zur „Berliner Schule“, einer Künstlergruppe, die unabhängig von der offiziellen Kulturpolitik der DDR arbeitete.
Einflussreiche Vorbilder und internationale Anerkennung
Zu seinen künstlerischen Vorbildern zählten unter anderem Rembrandt, Velázquez und Cézanne. 1984 wurde eines seiner Werke zur Biennale in Venedig geschickt. Nach dem Fall der Mauer knüpfte er an die Kontakte zu Sammlern im Westen an, die seine Arbeiten entdeckten.
Der Betrachter im Fokus
Metzkes äußerte sich kurz vor seinem 90. Geburtstag über die Beziehung zwischen seinen Werken und den Betrachtern. Er betonte, dass diese ihre eigenen Wege finden und eigene Assoziationen entwickeln sollten. Auf die Frage, wen er beim Malen im Hinterkopf habe, antwortete er, dass er sich sicher sei, dass einige Menschen seinen Arbeiten folgen würden, was ihm genüge. Heute sind seine Werke in zahlreichen Sammlungen und Museen in Deutschland vertreten.
Quellen: t-online
Bildquelle: KI generiert