Der Berliner Senat hat in den letzten drei Jahren umfassende Reformen initiiert, um den Wissenschaftsstandort Berlin nachhaltig zu stärken, die Gesundheits- und Pflegeversorgung der Bevölkerung zukunftssicher zu gestalten und die Krisenvorsorge auszubauen. Dies wurde von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege im Rahmen einer Bilanz-Pressekonferenz bekannt gegeben.
Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Dr. Ina Czyborra, betonte die Bedeutung Berlins als Zentrum für exzellente Wissenschaft und innovative Forschung. Um diese Position zu sichern, wurden wesentliche Maßnahmen ergriffen, die moderne Hochschulen, eine starke Forschungslandschaft, zukunftsfähige Krankenhäuser, verlässliche Pflege und verbesserte Krisenvorsorge umfassen. Diese Schritte sollen nicht nur den Wissenschafts- und Gesundheitsstandort stärken, sondern auch konkrete Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt bringen.
Strategische Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandorts Berlin
Mit der Einführung einer Forschungspolitischen Strategie und der Bildung einer Perspektivkommission wurden wichtige Grundlagen geschaffen, um Berlin als führende europäische Wissenschaftsmetropole weiterzuentwickeln. Diese Strategie bietet einen verbindlichen Handlungsrahmen für die Forschungspolitik des Landes und setzt Schwerpunkte in Bereichen, in denen Berlin eine führende Rolle anstrebt. Die Perspektivkommission, bestehend aus anerkannten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, hat im März ihre Arbeit aufgenommen, um bis 2027 Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Hochschulsystems zu erarbeiten.
Ein weiterer bedeutender Schritt war der Senatsbeschluss zur Gründung einer Hochschulbaugesellschaft, die für den Bau, die Sanierung und das Gebäudemanagement im Hochschulbereich verantwortlich sein wird. Dieses Instrument soll helfen, den bestehenden Investitionsstau abzubauen und Planung, Bau und Finanzierung strategisch zu koordinieren.
Die Wissenschaftsverwaltung hat zudem zahlreiche bedeutende Bauprojekte begleitet, darunter die Eröffnung des Berlin Center for Advanced Therapies (BeCAT) und des Simulierten Menschen (Si-M) an der Charité – Universitätsmedizin sowie das Interdisziplinäre Zentrum für Modellierung und Simulation (IMoS) an der TU Berlin. Weitere Projekte umfassen das Kooperationsgebäude Biodiversität Dahlem der FU und des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei.
Fortschritte in der Gesundheitsversorgung und Pflege
Nach der Anpassung des Berliner Landeskrankenhausgesetzes im Zuge der Krankenhausreform auf Bundesebene wird die Krankenhausplanung bis 2030 gesichert. Ziel ist es, den Zugang zu hochwertiger medizinischer Versorgung sowohl heute als auch in Zukunft zu gewährleisten. Ein zentrales Anliegen der Senatsgesundheitsverwaltung war die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen der Charité – Universitätsmedizin und Vivantes, was erfolgreich umgesetzt wurde.
Das Integrierte Gesundheitsprogramm fördert bis 2030 über 100 Projekte zur gesundheitlichen Prävention und Versorgung. Die Landesstrategie Sucht legt den Fokus auf Prävention und Früherkennung, um eine moderne Suchtpolitik zu etablieren. Zudem wurde der Maßregelvollzug weiterentwickelt, um die Belegungssituation zu entlasten und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Stärkung der Krisenresilienz Berlins
Die Senatsverwaltung hat Maßnahmen ergriffen, um Berlin besser auf Krisen vorzubereiten. Ein Konzept für den Aufbau einer Berliner Reserve Gesundheitsschutz wurde entwickelt, das die Bevorratung essenzieller Verbrauchsgüter umfasst. Zudem wurde ein Rahmenplan zur zivilen Verteidigung von Krankenhäusern erstellt, um die stationäre und notfallmedizinische Versorgung auch in Krisensituationen sicherzustellen.
Ein landesweiter Hitzeaktionsplan mit 72 Maßnahmen wurde erarbeitet, um hitzebedingte Gesundheitsrisiken zu minimieren. Dr. Czyborra schloss mit der Feststellung, dass trotz der erreichten Fortschritte noch viele Herausforderungen bestehen, insbesondere im Gesundheits- und Pflegebereich. Die nächsten Schritte erfordern eine strategische Ausrichtung, um Berlin als führende Wissenschaftsmetropole weiterzuentwickeln.
Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege hat ihren Sitz in der Oranienstraße 106, 10969 Berlin. Für weitere Informationen steht die Pressestelle unter der Telefonnummer (030) 9028-2853 zur Verfügung.
Quellen: berlin.de
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