Der gemeinnützige Verein Berliner Unterwelten hat die Absicht, zwei seiner Bunkeranlagen für den Zivilschutz umzubauen. Laut Betriebsleiter Kay Heyne handelt es sich um eine ehemalige Zivilschutzanlage am Blochplatz in Gesundbrunnen sowie einen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg an der Teichstraße in Reinickendorf.
Im Rahmen eines Modellprojekts sollen in diesen beiden Standorten insgesamt nahezu 2.000 Schutzplätze geschaffen werden. Heyne äußerte, dass dies für eine Stadt wie Berlin zwar nicht viel sei, jedoch einen ersten Schritt darstelle. Dies wird besonders relevant, da wichtige Bahnstrecken länger gesperrt sind.
Bunker bieten vorübergehenden Schutz
Die geplanten Schutzräume sollen für einen Zeitraum von drei bis vier Stunden Schutz bei konventionellen Angriffen bieten, beispielsweise durch Drohnen, wie sie im Ukraine-Konflikt verwendet werden. Der Verein plant, die Bunker mit Stühlen, Wasserkanistern und verbesserten Lüftungssystemen auszustatten.
Heyne betonte, dass es in Berlin derzeit keine aktiven Schutzanlagen gibt, da die letzten im Jahr 2007 stillgelegt wurden. Um sich im Bereich Zivilschutz engagieren zu können, hat der Verein seine Satzung geändert, wobei nicht alle der rund 20 verwalteten Anlagen für diesen Zweck geeignet sind. Ein umfassendes bundesweites Schutzraumkonzept existiert bislang nicht.
Quellen: t-online
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Bildquelle: KI generiert