Im vergangenen Jahr erreichte sie den zweiten Platz, nun hat Ailien Poese den ersten Platz in der Kategorie „Trainer/in, Manager/in“ bei der Wahl zu Berlins Sportlern des Jahres erlangt. Die 41-jährige Trainerin der Fußball-Frauen des 1. FC Union war die einzige Frau, die 2025 zur Wahl stand.
Auf den Plätzen zwei und drei folgten Thomas Bothstede (Eisbären-Geschäftsführer) und Bob Hanning (Füchse-Manager), deren Teams in diesem Jahr deutscher Meister wurden.
Erfolge des 1. FC Union und Auszeichnungen
Der 1. FC Union, der in dieser Saison souverän in die Bundesliga aufgestiegen ist, wurde auch als Frauenteam des Jahres ausgezeichnet. Sportlerin des Jahres wurde die Eiskunstläuferin Minerva Hase, gefolgt von Sprinterin Gina Lückenkemper. Bei den Männern gewann Nikita Volodin, während die Handballer der Füchse Berlin die Auszeichnung für die Männerteams erhielten.
Die Ehrungen fanden am Samstagabend im Hotel Estrel in Neukölln statt. Vom 17. Oktober bis 11. November standen in jeder Kategorie zehn Optionen zur Auswahl. Das Ergebnis setzte sich je zur Hälfte aus den Abstimmungsergebnissen des Publikums und einer Expertenjury zusammen. Berlins Sportler des Jahres werden seit 1979 gewählt.
Ailien Poese und die Erfolge der Union-Frauen
Ailien Poese trainiert die Frauen des 1. FC Union seit 2022. Die Erfolge der Union-Frauen, die sich bei der Wahl vor Alba Berlin durchsetzten, sind eng mit ihrem Namen verbunden. Poese, eine langjährige Spielerin des Klubs, übernahm das Traineramt nach Tätigkeiten im Nachwuchsbereich und beim DFB.
In der Saison 2023, noch in der Regionalliga Nordost, wurden die Spielerinnen zu Profis. 2024 gewann Union unter Poese 22 von 22 Spielen und setzte sich in der Relegation mit 10:0 gegen den SV Henstedt-Ulzburg durch. 2025 folgte der Aufstieg als Zweitliga-Meister in die höchste Spielklasse. Poese äußerte sich zur Ehrung: „Ich schaue mit sehr viel Wertschätzung auf diese Ehrung, weil sie zeigt, dass die Arbeit, die wir jetzt über viele Jahre bei Union leisten, eine gewisse öffentliche Anerkennung erhält.“
Aktuelle Situation und Zuschauerzahlen
Das Umfeld um die Erfolge des Teams wuchs ebenfalls rasant: Seit dem Aufstieg in die Zweite Liga fanden alle Partien im Stadion An der Alten Försterei statt. Der Schnitt in der Saison 2024/25 lag bei 7190 Zuschauern, was Platz vier in ganz Europa bedeutete.
Aktuell belegt Union mit elf Punkten aus elf Spielen in der 14er-Liga den elften Platz. Poese ist überzeugt, dass das Team im Laufe der Saison gut in der Bundesliga ankommen wird, betont jedoch, dass noch viel Arbeit vor ihnen liegt.
Erfolge der Füchse Berlin und der Eiskunstläufer
Bei den Männerteams hatte Berlin zwischen April und Juni 2025 mehrere deutsche Meister hervorgebracht. Die Füchse Berlin setzten sich in der Wahl durch und gewannen die Meisterschaft zum ersten Mal. Zudem erreichten sie das Finale in der Champions League.
Unter Trainer Jaron Siewert, der überraschend kurz nach Saisonbeginn gehen musste, übernahm Nicolej Krickau. Nach einer kurzen Schwächephase stabilisierte sich das Team und führt die Bundesliga sowie die Champions-League-Gruppe verlustpunktfrei an.
Minerva Hase und Nikita Volodin standen 2025 bei den beiden wichtigsten Paarlauf-Wettkämpfen auf dem Podest: Gold bei der EM in Tallinn und Silber bei der WM in Montreal. Am vergangenen Wochenende gewannen sie den Grand Prix in Helsinki. Ihr nächstes großes Ziel sind die Olympischen Spiele 2026 in Mailand. Hase äußerte sich zur Auszeichnung: „Es ist irgendwie crazy, fühlt sich so unwirklich an, dass ich Sportlerin des Jahres bin und Nikita auch noch bei den Männern gewonnen hat.“
Bildquelle: Pexels / Bo Stevens