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Bundeswehr übt in Berliner U-Bahn-Schächten: „Bollwerk Bärlin III“ sorgt für Nachtaktivität

Das Wachbataillon der Bundeswehr führt von Montag bis Freitag eine großangelegte Übung namens "Bollwerk Bärlin III" in Berlin und Brandenburg durch. Dabei werden unter anderem…

Bundeswehr übt in Berliner U-Bahn-Schächten: „Bollwerk Bärlin III“ sorgt für Nachtaktivität

Das Wachbataillon der Bundeswehr führt von Montag bis Freitag eine großangelegte Übung namens "Bollwerk Bärlin III" in Berlin und Brandenburg durch. Dabei werden unter anderem der U-Bahnhof Jungfernheide, das Trainingsgelände der Polizei in Ruhleben und ein ehemaliges Fabrikgelände in Rüdersdorf genutzt. Ziel ist es, die Einsatzbereitschaft der Truppe unter urbanen Bedingungen zu stärken, insbesondere im Hinblick auf die Landes- und Bündnisverteidigung.

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Key Takeaways

  • Das Wachbataillon der Bundeswehr trainiert unter dem Namen "Bollwerk Bärlin III" in Berlin und Brandenburg.
  • Übungsorte umfassen den U-Bahnhof Jungfernheide, das Polizeitrainingsgelände "Fighting City" in Ruhleben und ein ehemaliges Chemiewerk in Rüdersdorf.
  • Die Übungen finden hauptsächlich nachts statt und beinhalten das Vorgehen in unterirdischen Anlagen sowie die Sicherung von Regierungseinrichtungen.
  • Es wird keine scharfe Munition eingesetzt, und es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung.
  • Das Wachbataillon ist für den Schutz von Regierungsgebäuden im Ernstfall zuständig und repräsentiert die Bundeswehr bei offiziellen Anlässen.

"Bollwerk Bärlin III": Realitätsnahe Ausbildung im urbanen Raum

Das Wachbataillon der Bundeswehr, das im Ernstfall für den Schutz von Regierungsgebäuden in Berlin zuständig ist, absolviert eine intensive Übungswoche. Unter dem Codenamen "Bollwerk Bärlin III" werden bis Freitag verschiedene Szenarien trainiert, die auf die besonderen Herausforderungen im städtischen Umfeld abzielen. Die Übungen sind Teil der regelmäßigen Ausbildung, um die Einsatzbereitschaft der Truppe zu gewährleisten, insbesondere angesichts der gestiegenen Bedeutung der Landes- und Bündnisverteidigung seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

Spezifische Übungsszenarien

Am U-Bahnhof Jungfernheide konzentrieren sich die Übungen auf das Vorgehen in unterirdischen Anlagen und das Freikämpfen von Transportwegen. Diese Aktivitäten finden in den Nächten von Montag auf Dienstag und den beiden darauffolgenden Nächten jeweils zwischen 1 und 4 Uhr morgens statt. Anwohner könnten in der Nähe der U-Bahnstation Scharfschützen beobachten, jedoch betont die Bundeswehr, dass keine Gefahr bestehe und keine scharfe Munition verwendet werde. Das Gelände am U-Bahnhof Jungfernheide wurde bereits 2003 von der BVG für 400.000 Euro zu einer Feuerwehrübungsanlage umgebaut, um Katastrophenschutzübungen ohne Beeinträchtigung des regulären Betriebs zu ermöglichen.

In Ruhleben, auf dem Trainingsgelände der Polizei "Fighting City", werden ab Montag der Schutz und die Sicherung von Regierungseinrichtungen geprobt. Auf dem Gelände des ehemaligen Chemiewerks Rüdersdorf im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland trainieren die Soldatinnen und Soldaten das Durchsuchen von Gebäuden, das Festsetzen gegnerischer Kräfte und die Verteidigung wichtiger Infrastruktur.

Das Wachbataillon: Mehr als nur Empfangskomitee

Das Wachbataillon beim Verteidigungsministerium, das seit 2014 in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin-Wedding stationiert ist, ist der älteste Verband der Bundeswehr und fungiert als deren militärische Visitenkarte. Bekannt ist es vor allem für den militärischen Empfang ausländischer Ehrengäste und die Durchführung von Großen Zapfenstreichen. Im Spannungs- oder Verteidigungsfall obliegt dem rund 1.000 Mitglieder starken Bataillon jedoch die wichtige Aufgabe, die Dienstsitze der Bundesregierung und Verfassungsorgane zu schützen. Es stellt den einzigen Kampfverband der Bundeswehr in einer deutschen Großstadt dar.

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