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Endlich Helmut-Kohl-Allee in Berlin: Promis schlagen Einladung aus | Politik

In Berlin wird eine neue Helmut-Kohl-Allee eingeweiht, doch prominente Gäste wie Angela Merkel und Friedrich Merz sagen ab. Während die Stadt Kohls Verdienste um Europa würdigt, bleibt unklar, ob seine Witwe an der Zeremonie teilnimmt.

Endlich Helmut-Kohl-Allee in Berlin: Promis schlagen Einladung aus | Politik
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Berlin – Die Umbenennung der Hofjägerallee in Helmut-Kohl-Allee hat nun offiziell grünes Licht erhalten. Grüne Bezirks-Politiker haben die notwendigen Schritte eingeleitet, sodass die neuen Schilder im Herzen der Hauptstadt bald angebracht werden können. Doch nicht alle eingeladenen Gäste werden an der feierlichen Zeremonie teilnehmen: Unter den Absagen befinden sich Kohls „Mädchen“ sowie der aktuelle Bundeskanzler, der Kohl während seiner Amtszeit wegen der CDU-Spendenaffäre öffentlich kritisierte.

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In Deutschland gibt es bereits etwa 20 Straßen, Plätze und Alleen, die den Namen des ehemaligen Bundeskanzlers der Einheit (1982-1998) tragen. In Berlin wird die Hofjägerallee im Tiergarten umbenannt, die von der bekannten Siegessäule (67 Meter hoch, Großer Stern) in Richtung der CDU-Parteizentrale führt. Da es in diesem Bereich keine Anwohner gibt, entstehen für Privatpersonen keine Kosten, lediglich Anpassungen in Stadtplänen oder Navigationsdiensten könnten erforderlich sein.

Altkanzler Helmut Kohl verstarb 2017 im Alter von 87 Jahren in seiner Heimatstadt Ludwigshafen-Oggersheim.

Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (71) wird nicht an der Enthüllung des neuen Straßenschildes teilnehmen. Eine Sprecherin aus ihrem Büro erklärte: „Es lässt sich zeitlich nicht einrichten.“ Merkel hatte Kohl 2017 während der Trauerfeier in Straßburg gewürdigt: „Helmut Kohl verkörpert eine Epoche. Seine Kanzlerschaft ist verbunden mit vielen Jahren wirtschaftlicher Prosperität.“ Zudem habe er maßgeblich das Deutschland und Europa mitgestaltet, in dem wir heute leben.

Auch Friedrich Merz (70), Kohls Nachfolger in der CDU, wird nicht anwesend sein. Der Regierungssprecher teilte mit: „Der Bundeskanzler wird daran nicht teilnehmen, weil er an diesem Tag auf Auslandsreise ist.“ Die Umbenennung der Allee ist bewusst auf den 9. Mai terminiert worden, der als Europatag gefeiert wird. An diesem Tag wird der Jahrestag der Schumann-Erklärung (1950) begangen, die als Geburtsstunde der Europäischen Union gilt.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (53, CDU), wird jedoch an der Einweihung teilnehmen. Wegner äußerte sich erfreut über die Umbenennung: „Ich freue mich sehr, dass Berlin jetzt eine Helmut-Kohl-Allee bekommen wird. Damit würdigen wir die großen Verdienste des ehemaligen Bundeskanzlers um die Europäische Union und um die Deutsche Einheit. Berlin hat Helmut Kohl sehr viel zu verdanken. Auch wenn Angela Merkel und Friedrich Merz an diesem Tag leider verhindert sind, bin ich mir sicher, dass sie diese Umbenennung unterstützen.“ Das neue Schild (1,10 x 1,70 Meter) wird von einer engagierten Mitarbeiterin des Roten Rathauses nach Feierabend genäht, da im Fundus des zuständigen Bezirks Mitte keine entsprechenden Materialien vorhanden waren.

Ob die Witwe Maike Kohl-Richter an der Zeremonie teilnehmen wird, ist derzeit ungewiss. Die Berliner Senatskanzlei hat auf eine Anfrage diesbezüglich noch nicht reagiert. Mitausrichter der Veranstaltung ist die Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung, mit der es derzeit Spannungen gibt.

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