Erster Erwachsenenbildungsbericht für Berlin veröffentlicht: Volkshochschulen erreichen Vor-Pandemie-Niveau
„Lebenslanges Lernen ist ein zentraler Baustein unseres Bildungssystems“, betont Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär für Schulbau, Schuldigitalisierung und Lebenslanges Lernen. Mit der Veröffentlichung des ersten Berliner Erwachsenenbildungsberichts wird deutlich, wie wichtig die Erwachsenenbildung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Chancengerechtigkeit in der Hauptstadt ist.
Der Bericht für die Jahre 2021 bis 2024 zeigt, dass die Erwachsenenbildung in Berlin trotz der Herausforderungen durch die Pandemie stabil geblieben ist und in vielen Bereichen sogar gewachsen ist. Im Jahr 2024 wurden etwa 24.450 Kurse angeboten, die insgesamt 249.775 Teilnahmen und 913.702 Unterrichtseinheiten verzeichneten. Diese Zahlen übertreffen die Werte von 2021 und erreichen wieder das Niveau von 2019. Besonders bemerkenswert ist der Bereich Sprachen, der über 70 Prozent der Unterrichtseinheiten ausmacht. Hierbei nimmt der Deutschunterricht für Nicht-Muttersprachler mit 54 Prozent eine herausragende Rolle ein.
Bildungsberatung und Teilnehmende
Die Bildungsberatung hat im Jahr 2024 mit 27.696 Gesprächen zahlreiche Menschen bei ihrer beruflichen Orientierung und Bildungswegen unterstützt. Zudem konnten die gesetzlich anerkannten freien Träger der Erwachsenenbildung im gleichen Jahr insgesamt 66.140 Teilnehmende erreichen.
„Verlässliche und vielfältige Bildungsangebote sind entscheidend für die berufliche Weiterentwicklung und die persönliche Entfaltung“, so Kühne weiter. Volkshochschulen, die Landeszentrale für politische Bildung sowie die anerkannten Träger der Erwachsenenbildung spielen eine unverzichtbare Rolle in diesem Prozess. Daher wird in eine starke Erwachsenenbildung investiert, die allen Bürgerinnen und Bürgern Berlins den Zugang zu Bildung und lebenslangem Lernen ermöglicht.
Wachsende Bedeutung der Erwachsenenbildung
Die im Erwachsenenbildungsgesetz festgelegten Angebote der Volkshochschulen, der Landeszentrale für politische Bildung und der anerkannten freien Träger bilden das Fundament der Erwachsenenbildung in Berlin. Der Bericht hebt die wachsende Bedeutung dieser Institutionen hervor. Die Landeszentrale für politische Bildung hat ihre Angebote erweitert und einen zweiten Standort eröffnet, während jährlich rund 90 bis 100 Projekte gefördert werden. Zudem zeigt der Bericht die anhaltend hohe Nachfrage nach Erwachsenenbildung und die Notwendigkeit, insbesondere Grundbildung sowie Alltags-, Gesundheits- und Digitalkompetenzen weiter zu stärken.
Der barrierefreie Bericht kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: Erwachsenenbildungsbericht 2026.
Quellen: berlin.de
Bildquelle: Florian Wehde auf Unsplash