Nachrichten aus Berlin und der Region

Aktuelles Echo
Zwei Personen nach Beschädigung von Wahlplakaten in Schöneberg festgenommen Zwei Personen nach Beschädigung von Wahlplakaten in Schöneberg festgenommen Vor 8 Minuten Körperverletzung nach versuchtem Trickdiebstahl in Berlin-Mitte Körperverletzung nach versuchtem Trickdiebstahl in Berlin-Mitte Vor 9 Minuten Aktualisierte Empfehlungen zur Corona-Impfung für Risikogruppen Aktualisierte Empfehlungen zur Corona-Impfung für Risikogruppen Vor 1 Stunde Frau stirbt bei Wohnungsbrand in Lichtenrade Frau stirbt bei Wohnungsbrand in Lichtenrade Vor 3 Stunden Polizeieinsatz nach Brandmeldealarm in Hotel führt zu Festnahme Polizeieinsatz nach Brandmeldealarm in Hotel führt zu Festnahme Vor 3 Stunden Wettervorhersage für Berlin am 9. August 2026 Wettervorhersage für Berlin am 9. August 2026 Vor 9 Stunden House-Event 2027 im Dreiländereck: Ticketverfügbarkeit nun eröffnet House-Event 2027 im Dreiländereck: Ticketverfügbarkeit nun eröffnet Vor 14 Stunden Union Berlin: Verletzungssorgen nach Trainingsabbruch von Neuzugang Latte Lath Union Berlin: Verletzungssorgen nach Trainingsabbruch von Neuzugang Latte Lath Vor 22 Stunden Ermittlungen nach Schusswaffeneinsatz in Kreuzberg Ermittlungen nach Schusswaffeneinsatz in Kreuzberg Vor 1 Tag Fahrradfahrer bei Verkehrsunfall in Rummelsburg verletzt Fahrradfahrer bei Verkehrsunfall in Rummelsburg verletzt Vor 1 Tag

Erstes kommunales Wohnheim für Auszubildende in Berlin eröffnet

Berlin eröffnet sein erstes kommunales Wohnheim für Auszubildende in Lichtenberg mit 154 möblierten Appartements zu einer Miete von 340 Euro monatlich. Die Vergabe erfolgt teils per Losverfahren und teils für Menschen in besonderen Notlagen.

Erstes kommunales Wohnheim für Auszubildende in Berlin eröffnet
Sebastian Luna auf Pexels

In Berlin wird erstmals ein kommunales Wohnheim für Auszubildende eröffnet. Ab August werden an der Storkower Straße 220 in Lichtenberg 154 Auszubildende in neu gestaltete, möblierte Apartments einziehen. Die monatliche Miete beträgt 340 Euro, was Heizkosten, Strom und Nebenkosten umfasst. Diese Mietpreise orientieren sich an einem Drittel des Medians der Ausbildungsvergütungen.

🎁 Gewinnspiel

Jetzt Newsletter abonnieren und gewinnen!

Melde dich zum kostenlosen Newsletter an und nimm automatisch an unserem Gewinnspiel teil. Wir verlosen 500 × 100 € Wunschgutscheine unter allen Abonnenten.

Die Auszubildenden wohnen in vollmöblierten Zwei-Personen-Wohngemeinschaften innerhalb eines modernen Neubaus. Zu den gemeinschaftlich genutzten Räumen zählen eine Learning Lounge, eine Dachterrasse, eine Fahrradwerkstatt sowie ein Waschcenter. Die hohe Anzahl von knapp 1.200 eingegangenen Bewerbungen verdeutlicht den bestehenden Bedarf. Dieses erste Azubi-Wohnheim wurde in enger Zusammenarbeit zwischen dem Berliner Immobilienunternehmen Berlinovo und der Gesellschaft für Stadtentwicklung GSE realisiert und stellt einen bedeutenden Schritt zur Gründung des Azubiwerks dar.

Senatorin Cansel Kiziltepe betont die Notwendigkeit, Auszubildenden angemessene Lebensbedingungen in der Stadt zu bieten, um sie als zukünftige Fachkräfte zu gewinnen. Sie hebt hervor, dass viele Auszubildende sich WG-Zimmer für 600 Euro und mehr nicht leisten können. Mit den neuen landeseigenen Azubiwohnungen zu einem Mietpreis von 340 Euro pro Monat wird demonstriert, dass bezahlbarer Wohnraum schnell und unbürokratisch geschaffen werden kann. Es sollte nicht vom finanziellen Hintergrund der Eltern abhängen, ob junge Menschen in der Lage sind, gut zu wohnen. Das Azubiwohnen soll sichere, faire und bezahlbare Wohnmöglichkeiten für junge Menschen bieten, die in Berlin ihre berufliche Laufbahn beginnen.

Alf Aleithe, Geschäftsführer der Berlinovo Gesellschaft mbH, erklärt, dass das Unternehmen als strategischer Partner des Landes Berlin seine langjährige Erfahrung einbringt, um bedarfsgerechten Wohnraum in hoher Qualität zu schaffen. Ziel ist es, jungen Menschen zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn moderne Wohnungen zu erschwinglichen Preisen anzubieten und nicht nur Wohnraum, sondern auch einen lebendigen Ort des Zusammenlebens zu schaffen. Die Wohnungen sollen nachhaltig, funktional und in einem Umfeld gestaltet sein, das Austausch und Gemeinschaft fördert.

Philipp Strohm, Geschäftsführer der GSE gGmbH, hebt hervor, dass der Zugang zu einem eigenen Wohnraum für junge Menschen eine grundlegende Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe ist. Er freut sich, dass ein passgenaues, bezahlbares und niedrigschwelliges Angebot für diese Zielgruppe geschaffen werden kann, um sicher und begleitet in einen neuen Lebensabschnitt zu starten.

Der Zugang zum Programm Azubiwohnen ist bewusst niedrigschwellig gestaltet: Es sind keine Kautionen oder Bürgschaften erforderlich, und der bürokratische Aufwand ist minimal. Der Mietvertrag gilt für die gesamte Ausbildungszeit sowie für eine Übergangsfrist nach dem Abschluss. Neben einem Wohnplatz erhalten die Auszubildenden auch Bildungs- und Beratungsangebote, die schrittweise erweitert werden.

Aufgrund der hohen Nachfrage erfolgt die Vergabe der Mietverträge über zwei Verfahren: 70 Prozent der Plätze werden durch ein Losverfahren vergeben, um allen Bewerbern gleiche Chancen zu bieten. Die verbleibenden 30 Prozent werden über ein Punkteverfahren an Personen in besonderen Notlagen vergeben, beispielsweise bei prekären Wohnverhältnissen, niedrigen Vergütungen oder langen Pendelzeiten.

Das Azubiwohnen basiert auf einem effizienten Modell: Die Berlinovo ist Eigentümerin der Immobilie, während die GSE gGmbH als Treuhänderin Berlins auftritt und die Vermietung an die Auszubildenden übernimmt. Berlin sichert die Finanzierung und ist verantwortlich für die Auswahl, das Konzept und die Kooperationen.

Für das Jahr 2027 sind weitere 100 bis 150 Plätze in Planung. Zudem wird derzeit der Bau eines eigenen Azubiwohnheims mit 150 Plätzen vorbereitet.

Weitere Informationen zum Azubiwohnen sind auf der offiziellen Webseite verfügbar.


Quellen: berlin.de, Die Zeit, stern

Bildquelle: Sebastian Luna auf Pexels

Artikel teilen:

Empfehlungen für dich.