Audio: rbb24 Inforadio | 05.12.2025 | Tomas Fitzel | picture alliance/dpa/M.Skolimowska
Das Schwule Museum in Berlin begeht am Samstag seinen 40. Geburtstag. Gegründet am 6. Dezember 1985, stellt es das größte und älteste Museum seiner Art weltweit dar. Seit 2013 ist es in der Lützowstraße in Berlin-Tiergarten untergebracht und umfasst sowohl ein Archiv als auch eine Bibliothek. Die neue Ausstellung mit dem Titel „… und damit fingen dann die Probleme an“ erinnert an diesen bedeutsamen Anlass.
Historischer Rückblick und Eröffnung
Die Geschichte des Schwulen Museums nahm bereits anderthalb Jahre vor der offiziellen Eröffnung ihren Anfang. Im Berlin Museum wurde zwischen Mai und Juni 1984 erstmals die Kultur und Geschichte homosexueller Frauen und Männer in Berlin zwischen 1850 und 1950 ausgestellt. „So viele Besucher hatte das Museum noch nie gesehen“, erklärte Andreas Sternweiler, einer der Mitbegründer des Museums, dem rbb. Medienvertreter aus aller Welt, von Neuseeland bis Kanada, seien anwesend gewesen, da es sich um die erste Ausstellung dieser Art in einer staatlichen Institution handelte.
Erweiterung des Archivs und Herausforderungen
Die Jubiläumsausstellung präsentiert unter anderem einen großen Plan, der zeigt, wo die damaligen Exponate positioniert waren. Des Weiteren sind Fotos der Museumsgründer sowie Interviews und die ersten Eintrittskarten und Gästebücher zu sehen. Das Museum besitzt auch die umfangreiche Sammlung von Sternweiler, einem der führenden Sammler zur Kulturgeschichte der LGBTQ+-Gemeinschaft.
Allerdings leidet das Museumsarchiv unter Platzmangel, wie Birga Meyer, die Kuratorin der neuen Ausstellung, erläutert. „Wir versuchen derzeit, externe Archiv- und Depoträume anzumieten, um die Situation zu entschärfen. Wir möchten keine angebotenen Bestände ablehnen, da queere Geschichten oft nicht in öffentlichen Archiven erfasst werden.“ Das Ziel des Museums ist es, das Verschwinden dieser wichtigen Geschichten zu verhindern.
Sendung: rbb24 Inforadio, 06.12.2025, 18:55 Uhr
Berlin
Queer
Bildquelle: Simon Cobb via Wikimedia Commons (CC0)