In der Sitzung des Senats am 14. Juli 2026 wurde die Fortführung des Berliner Programms zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre (BCP) beschlossen. Dies geschah auf Vorlage der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Dr. Ina Czyborra, sowie der Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kiziltepe. Das Programm startet nach einer positiven externen Evaluation in eine neue Laufzeit von sechs Jahren. Der Senat und die Hochschulen stellen jährlich etwa 3,57 Millionen Euro zur Verfügung, um strukturelle Hindernisse im Bereich der Gleichstellung abzubauen und gezielt Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen zu fördern.
Dank des BCP nimmt Berlin im bundesweiten Gleichstellungsranking der Hochschulen seit vielen Jahren eine führende Position ein. Der Frauenanteil bei Professuren stieg im Jahr 2024 auf 37 Prozent, jedoch bleibt noch viel zu tun, um eine Gleichstellung in Forschung und Lehre zu erreichen.
In der neuen Förderperiode setzt der Senat sowohl auf bewährte als auch auf neue Förderinstrumente. Dazu gehören vorgezogene Nachfolgeberufungen von Frauen auf W 2- und W 3-Professuren, W 1- und W 2-Stellen mit klaren Verstetigungsperspektiven, Tandemprofessuren sowie innovative Verbundprojekte.
Die Hochschulen haben weiterhin die Möglichkeit, aus einem breiten Katalog geeigneter Maßnahmen auszuwählen, die sie kofinanzieren können. Zu diesen Maßnahmen zählen neben W1- und W2-Professuren auch Gastprofessuren, Qualifikationsstellen und Mentoring-Programme.
Dr. Ina Czyborra äußerte, dass das Land mit der Fortführung des BCP ein starkes Zeichen für Chancengerechtigkeit in der Berliner Wissenschaftslandschaft setzt. In der neuen Förderphase sollen gezielt Fachbereiche angesprochen werden, in denen Professorinnen noch unterrepräsentiert sind. Ziel ist es, Anreize für die Berufung von Frauen zu schaffen und deren Positionierung im Forschungsumfeld zu erleichtern. Damit sollen Frauen an den Berliner Hochschulen neue Möglichkeiten eröffnet werden, insbesondere in gesellschaftlich und forschungspolitisch relevanten Zukunftsfeldern. Die Gesellschaft verliere, wenn Frauen daran gehindert werden, ihr Potenzial in allen Fächern auszuschöpfen, da deren Kreativität und Innovationskraft nicht genutzt werden könne. Das BCP bietet zudem ein starkes Alumnae-Netzwerk.
Cansel Kiziltepe betonte, dass das Programm bereits wichtige Impulse für die Chancengleichheit in verschiedenen Fachkulturen gesetzt hat. Die Förderziele wurden stärker für intersektionale Perspektiven geöffnet, um die Dimension der Ungleichheit besser zu berücksichtigen. Die Hochschulen werden unterstützt, Genderaspekte in Forschung und Lehre zu integrieren, um vielfältige Perspektiven in der Wissenschaft zu fördern und eine diskriminierungsfreie, inklusive Wissenschaft im Land zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit im Bereich Cybersicherheit ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.
Kontaktinformationen sind über das Presse- und Informationsamt des Landes Berlin erhältlich.
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Quellen: berlin.de, rbb24
Bildquelle: Daniil Zameshaev auf Unsplash