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Friedrichstraße Berlin: Mehr Platz zum Flanieren und mehr Grün geplant

Der Berliner Senat hat ein neues Konzept zur Umgestaltung der Friedrichstraße vorgestellt, das sich auf den Abschnitt zwischen Unter den Linden und Schützenstraße konzentriert. Ziel…

Friedrichstraße Berlin: Mehr Platz zum Flanieren und mehr Grün geplant

Der Berliner Senat hat ein neues Konzept zur Umgestaltung der Friedrichstraße vorgestellt, das sich auf den Abschnitt zwischen Unter den Linden und Schützenstraße konzentriert. Ziel ist es, mehr Raum für Fußgänger zu schaffen, indem Parkplätze entfallen und die Gehwege verbreitert werden. Gleichzeitig soll die Straße weiterhin für Autos und Fahrräder zugänglich bleiben, allerdings mit einer reduzierten Höchstgeschwindigkeit von 20 bis 30 km/h. Autos sollen verstärkt in unterirdische Parkhäuser umgeleitet werden.

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Key Takeaways

  • Weniger Parkplätze, dafür breitere Gehwege und mehr Grünflächen.
  • Autos und Fahrräder dürfen weiterhin fahren, jedoch mit Tempo 20-30 km/h.
  • Fokus auf Oberflächenmaßnahmen, um Eingriffe in den U-Bahn-Tunnel und Leitungen zu vermeiden.
  • Ein Sternenhimmel-Motiv soll durch Messingnägel im Asphalt entstehen.
  • Ein konkreter Zeitplan und die Kosten sind noch unklar; eine Machbarkeitsstudie ist der nächste Schritt.

Umgestaltungskonzept Im Detail

Das vorgestellte Konzept sieht vor, die Parkplätze entlang der Friedrichstraße aufzugeben, um die Gehwege deutlich zu verbreiten. Geplant sind zudem neue Bäume und Sitzgelegenheiten, insbesondere vor Cafés, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Die Umgestaltung soll sich primär auf Oberflächenmaßnahmen beschränken. Dies beinhaltet die Installation von Baumkübeln mit integrierten Sitzmöglichkeiten und die Schaffung eines "Sternenhimmels" im Asphalt durch eingelassene Messingnägel. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) betonte die geplante Zusammenarbeit mit Anwohnern und Gewerbetreibenden. Autos und Fahrräder sollen weiterhin die Straße nutzen können, wobei eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 20 bis 30 Kilometern pro Stunde angestrebt wird. Eine verstärkte Nutzung der aktuell wenig ausgelasteten Tiefgaragen soll den Autoverkehr auf der Oberfläche reduzieren.

Langjähriger Streit Um Die Friedrichstraße

Die Friedrichstraße ist seit Jahren Schauplatz von Debatten über ihre Gestaltung. Ein Abschnitt war von August 2020 bis November 2022 für den Autoverkehr gesperrt, musste jedoch nach einem Gerichtsentscheid wieder freigegeben werden. Ende Januar 2023 wurde ein Teilabschnitt erneut für Autos gesperrt, was zu Protesten führte. Nach dem Regierungswechsel hob der neue Senat diese Sperrung auf und die Sitzmöbel wurden entfernt. Die CDU-Verkehrssenatorin kündigte daraufhin ein "Masterplanverfahren" für die Straße an.

Verkehrssicherheit Und Wirtschaftliche Lage

Die Friedrichstraße wurde im vergangenen Jahr als eine der zehn gefährlichsten Straßen Deutschlands eingestuft, mit den meisten Verkehrsunfällen mit Personenschäden in Berlin. Die Gegend leidet zudem unter hohem Leerstand, was sich auch im Sommer 2024 durch die Schließung des Luxuskaufhauses Galeries Lafayette zeigte.

Reaktionen Von Parteien

Die Grünen-Fraktion lobte die geplante Umgestaltung als positive Korrektur der CDU-Verkehrspolitik, bemängelte jedoch das Fehlen einer Finanzierung im Haushaltsentwurf. Die AfD-Fraktion kritisierte das Fehlen eines schlüssigen Gesamtkonzepts und äußerte Zweifel, ob die Bauarbeiten den Kundenstrom erhöhen würden.

Nächste Schritte

Ein konkreter Zeitplan für die Umbauarbeiten und die genauen Kosten sind noch nicht bekannt. Als nächster Schritt ist die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie vorgesehen.

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