Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) werden neue Züge der Baureihe J auf den U-Bahn-Linien U5 bis U9 früher als geplant in Betrieb nehmen. Statt ab Sommer 2026 sollen die modernen Züge bereits ab Frühjahr 2026 auf diesen Strecken für mehr Kapazität und Komfort sorgen. Bis Anfang 2027 werden voraussichtlich bis zu 236 neue Wagen auf diesen Linien eingesetzt, was die Fahrgäste spürbar entlasten wird.
Wichtige Neuerungen im Überblick
- Neue Züge der Baureihe J für die Linien U5 bis U9 ab Frühjahr 2026.
- Mehr lange Züge auf der U3 ab Fahrplanwechsel Mitte Dezember.
- U2 fährt ab Mitte Januar wieder im Vier-Minuten-Takt.
Verbesserungen auf den Großprofil-Linien
Die frühere Inbetriebnahme der neuen Großprofil-Züge ist laut BVG durch optimierte Abläufe möglich geworden. Man profitiert dabei von den Erfahrungen mit der Baureihe JK, die seit September ausschließlich auf der U2 im Einsatz ist und dort wöchentlich durch neue Bahnen ergänzt wird. Bis Anfang 2027 sollen bis zu 236 neue Wagen auf den Linien U5 bis U9 für eine verbesserte Angebotsqualität sorgen.
Mehr Kapazität auf der U3 und Taktverdichtung auf der U2
Mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember wird auch auf der U3 zwischen Krumme Lanke und Warschauer Straße ein "deutlicher Kapazitätszuwachs" erwartet. Dank der zunehmenden Inbetriebnahme neuer Kleinprofil-Fahrzeuge können tagsüber alle Züge auf der U3 mit der maximalen Länge von acht Wagen verkehren, was das Platzangebot um rund 30 Prozent erhöht. Zusätzlich wird die U2 ab Mitte Januar wieder im regulären Vier-Minuten-Takt bedient, wovon ebenfalls die neu beschafften Kleinprofil-Wagen profitieren.
Positive Personalentwicklung und Ausblick
Die BVG verzeichnet auch Fortschritte bei der Personalgewinnung. Ein Tarifabschluss im April mit deutlichen Gehaltsverbesserungen hat zu einem substanziellen Anstieg der Bewerbungen geführt, insbesondere im Fahrdienst. Obwohl in einzelnen Bereichen noch Engpässe bestehen, ist der Personalbestand im Durchschnitt ausgeglichen. Die BVG hofft auf weitere Verbesserungen durch anstehende Tarifverhandlungen, die flexiblere Arbeitszeitmodelle durch den Einsatz von KI-gestützter Schichtplanung ermöglichen sollen. Das Vorstandsteam räumt ein, dass die laufende Umstrukturierung des Unternehmens mit 22 neuen Geschäftseinheiten und Leitungsfunktionen zu betriebsinternen Unruhen führen kann, was jedoch als natürlicher Prozess solcher Veränderungen betrachtet wird.