Der Doppelhaushalt für die Jahre 2026 und 2027 wurde nun genehmigt: Am 18. Dezember 2025 hat das Abgeordnetenhaus von Berlin diesen Beschluss gefasst. Der Haushalt, der für 2026 ein Gesamtvolumen von etwa 45,5 Mrd. Euro und für 2027 von circa 46,5 Mrd. Euro vorsieht, setzt neue Maßstäbe.
Finanzielle Eckdaten
Für das Jahr 2026 werden bereinigte Einnahmen von rund 39,3 Mrd. Euro und für 2027 von etwa 40,7 Mrd. Euro erwartet. Im Gegensatz dazu stehen Ausgaben in Höhe von nahezu 45 Mrd. Euro für 2026 und rund 45,9 Mrd. Euro für 2027.
Rekordinvestitionen
Die Investitionen erreichen mit dem Doppelhaushalt neue Höchststände: Insgesamt über 12 Mrd. Euro sind für beide Jahre eingeplant. Für 2026 wird eine Investitionsumme von circa 5,9 Mrd. Euro und für 2027 von etwa 6,3 Mrd. Euro eingeplant. Zur Finanzierung werden auch Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes verwendet, aus dem Berlin in den kommenden Jahren insgesamt rund 5,22 Mrd. Euro erhält.
Herausforderungen bleiben
Trotz der Rekordinvestitionen bleibt die finanzielle Situation in Berlin angespannt. Ansteigende Sozialausgaben sowie inflationsbedingte Kostensteigerungen und gesetzliche Vorgaben auf Bundesebene verstärken den Druck auf den Landeshaushalt. Diese Entwicklungen verdeutlichen den Bedarf an Effizienzsteigerungen und Reformen, um die Handlungsfähigkeit des Landes zu gewährleisten.
Stefan Evers, der Finanzsenator, betont: „Wir investieren so viel wie nie zuvor, trotzdem unterliegen wir erheblichen finanziellen Einschränkungen durch gestiegene Sozialausgaben. Daher sind neben einer disziplinierten Haushaltsführung zwingend Reformen notwendig – wir benötigen mehr Effizienz, weniger Bürokratie und eine konsequente Modernisierung der staatlichen Strukturen.“
Der Senat hatte bereits im Juli 2025 den Entwurf für den Doppelhaushalt 2026/2027 initiiert.
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