„Wird das wirklich etwas mit dem Berliner Finale im DFB-Pokal? Hertha BSC jedenfalls hat vorgelegt.“ Diese Frage steht im Raum, nachdem Hertha BSC eindrucksvoll ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen ist. Der Hauptstadtklub feierte einen überzeugenden 6:1 (3:0)-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern in einem Zweitliga-Duell. Für den Einzug ins große Berliner Finale sind nun lediglich zwei weitere Siege erforderlich. Eine Anregung geht an den Lokalrivalen: „Union, am Mittwoch gegen die Bayern bitte nachmachen!“
Frühe Führung und historische Treffer
Die Begegnung begann für Hertha BSC mit einem Paukenschlag. Bereits in der 5. Minute nutzte Stürmer Luca Schuler einen Fehlpass von Lauterns Gyamfi, umkurvte Torwart Simoni und erzielte das 1:0. Nur fünf Minuten später, in der 10. Minute, war Schuler erneut präsent, als er einen Abpraller von Gyamfi aufgriff und den Ball an den Innenpfosten setzte. Die Führung baute Marten Winkler in der 21. Minute aus: Nach einem Sololauf über das gesamte Feld tanzte er Lauterns Elvedi aus und schob überlegt zum 2:0 ein.
Die Euphorie unter den 51.193 Zuschauern im Olympiastadion erreichte ihren Höhepunkt, als der 16-jährige Kennet Eichhorn sein erstes Profi-Tor für Hertha erzielte. Nach einem präzisen Pass von Marton Dardai, den Winkler durch die Beine passieren ließ, traf Eichhorn in der 31. Minute zum 3:0. Mit diesem Treffer avancierte Eichhorn zum jüngsten Torschützen in der Geschichte des DFB-Pokals. Sein Marktwert wird auf 6 Millionen Euro geschätzt. Kurz vor der Halbzeit gelang den Gästen durch Ritter der Anschlusstreffer zum 3:1 (45. Minute), der die ansonsten perfekte erste Hälfte leicht trübte.
Dominanz in der zweiten Hälfte und Ausblick
Auch nach dem Seitenwechsel setzte Hertha BSC seine souveräne Vorstellung fort. Luca Schuler stellte in der 60. Minute per Konter nach einem Zuspiel von Cuisance den alten Abstand wieder her und erhöhte auf 4:1. Der eingewechselte Dawid Kownacki trug sich ebenfalls in die Torschützenliste ein: Nach einem Torwartfehler von Simoni und einer Vorlage von Krattenmacher schob er in der 75. Minute zum 5:1 ein. Den Schlusspunkt setzte Krattenmacher in der 80. Minute zum 6:1-Endstand.
Nach diesem Pokalerfolg richtet sich der Blick der Berliner auf die weiteren Aufgaben. Am kommenden Sonntag steht in der 2. Liga das Spiel gegen den 1. FC Magdeburg an. Die gezeigte Gala-Form nach dem 1:0-Sieg in Kiel am vergangenen Samstag könnte der Hertha eine äußerst erfolgreiche Woche bescheren.
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