In Berlin werden am Montag rund 3.000 sogenannte „Bodycams“ an Polizei und Feuerwehr ausgeliefert. Die am Körper angebrachten Kameras sollen Menschen abschrecken, die Einsatzkräfte angreifen wollen, sowie Transparenz bei Ermittlungen sicherstellen.
2.300 Geräte sind für die Polizei und 700 für die Feuerwehr vorgesehen. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) äußerte Dankbarkeit, dass die Bodycams rechtzeitig zum bevorstehenden Jahreswechsel zum Einsatz kämen. Damit werde der finale Schritt aus dem Probebetrieb in den täglichen Dienst vollzogen.
Dokumentation und Schulung
Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel erklärte, dass mit der flächendeckenden Einführung der Kameras kritische Einsatzsituationen besser nachvollziehbar seien. Laut Landesbranddirektor Homrighausen könnten Übergriffe auf Einsatzkräfte zudem jetzt gerichtsfest dokumentiert werden.
Die Kosten für die Anschaffung der Körper-Kameras belaufen sich auf rund drei Millionen Euro. Die Einsatzkräfte wurden in den vergangenen Monaten umfassend für die Nutzung geschult.
Die Einführung der Bodycams kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Sicherheitslage in der Hauptstadt im Fokus steht. Die Maßnahme wird als notwendig erachtet, um sowohl die Sicherheit der Einsatzkräfte als auch das Vertrauen der Bevölkerung zu stärken.