Der Handelsverband Berlin-Brandenburg hat sich angesichts des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts enttäuscht geäußert. Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen erklärte in einem Interview mit der rbb-Welle Radioeins, dass insbesondere in den traditionellen Bereichen wie Textilien, Bekleidung, Uhren, Schmuck und Elektronik die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückblieben.
Die Händler spüren eine deutliche Unsicherheit bei den Verbrauchern, die sich aus der derzeitigen wirtschaftlichen Situation in Deutschland sowie aus globalen Spannungen und Konflikten ergibt.
Forderungen nach besseren Rahmenbedingungen
Busch-Petersen forderte zudem eine Anpassung der Rahmenbedingungen für die Händler. Es müsse sichergestellt werden, dass die Vorschriften des europäischen Marktes auch für Händler aus Drittstaaten gelten, insbesondere in Bezug auf Nachhaltigkeit und Lieferkettenregulierungen.
Darüber hinaus sollten die Bedingungen in Deutschland selbst optimiert werden, so der Vorsitzende des Handelsverbands. Händler sollten im öffentlichen Straßenraum tätig werden können und sonntags ihre Geschäfte öffnen dürfen. Eine umfassende Entfaltung der unternehmerischen Möglichkeiten sei für die Händler von großer Bedeutung, betonte Busch-Petersen.