Das Motto „Keine halben Sachen“ beschreibt das Engagement von Maren Schiller treffend. Als Berliner Lauf-Influencerin hat sie sich das Ziel gesetzt, das gesamte S-Bahn-Netz der Stadt zu absolvieren. Im Gespräch erklärt sie, warum sie zu diesem ehrgeizigen Vorhaben inspiriert wurde und welche Herausforderungen sie dabei erwartet.
Sportliche Ambitionen und Motivationen
In einer Zeit, in der sie sich verschiedene sportliche Herausforderungen vorgenommen hat, plant Schiller, neben anderen Wettbewerben auch einige Bergläufe zu absolvieren. Um ausreichend Trainingskilometer zu sammeln, kam ihr die Idee, das Berliner S-Bahn-Netz abzulaufen. „Ich dachte mir: Warum nicht einfach das gesamte S-Bahn-Netz ablaufen?“, erklärt sie.
Nach ihrem bisherigen Erfolg beim Durchlaufen des U-Bahn-Netzes, bei dem sie viele Menschen motivieren konnte, sieht sie nun die Gelegenheit, eine noch längere Strecke anzugehen. Dabei hebt sie hervor, dass das U-Bahn-Abenteuer gut ankam und sie auf die Reaktionen der Menschen gespannt ist.
Erfahrungen und Herausforderungen auf der Strecke
Ein beliebter Punkt ihrer U-Bahn-Route war der Hauptbahnhof, da er nicht nur das Ende der U5 markiert, sondern auch praktische Möglichkeiten wie Toiletten und Verpflegung bot. Im Gegensatz dazu beschreibt sie einige Bahnstationen, insbesondere in Neukölln und Mitte, als herausfordernd, da der Straßenverkehr dort oft sehr lebhaft ist.
Mit 340 Kilometern, die das S-Bahn-Netz umfasst, stellt sich Schiller der Frage, wie sie sicher durch die Stadt navigieren kann, ohne Gefahr zu laufen, auf Gleise zu geraten. Sie plant, ihre Strecke systematisch von Endbahnhof zu Endbahnhof zu gehen, beginnend mit der S1 von Oranienburg nach Wannsee.
Vorbereitungen und Tipps für Laufbedingungen
Im Hinblick auf die bevorstehenden Herausforderungen hat Schiller sich auch Gedanken über die winterlichen Bedingungen gemacht. Sie empfiehlt, gut gestreute Wege vorab zu prüfen und geeignete Schuhe mit Profil zu tragen, um Stürze zu vermeiden. „Auf keinen Fall sollte man die Schuhe vom Laufband verwenden“, rät sie.
Die Laufstrecke wird voraussichtlich über die 340 Kilometer des S-Bahn-Netzes hinausgehen, da sie die tatsächlichen Gleise nicht betreten kann. Ihrer Einschätzung nach wird die Herausforderung auch bei unvorhersehbaren Streckenführungen spannend sein, da sie sich dafür entscheidet, vieles spontan zu halten und sich den Gegebenheiten anzupassen.
Zukünftige Abenteuer und persönliche Motivation
Schiller hat bereits weitere sportliche Herausforderungen im Blick, darunter einen 24-Stunden-Lauf im Sommer. Trotz der Herausforderungen, die das Laufen mit sich bringt, genießt sie jedes Mal die positive Erfahrung, sich überwunden zu haben. „Es gibt auch Tage, an denen ich einfach froh bin, dass es vorbei ist“, gestand sie.
Zusammenfassend stellt Maren Schiller ihre Fähigkeiten und ihren Ehrgeiz unter Beweis, indem sie das S-Bahn-Netz als neues Ziel sieht. Ihr Weg wird nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch eine Möglichkeit sein, die Stadt aus einer neuen Perspektive zu erleben.
Bildquelle: Daniil Zameshaev auf Unsplash