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Martin Hikel tritt nicht erneut als Bürgermeister von Neukölln an

Der amtierende Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Martin Hikel (SPD), hat überraschend angekündigt, bei der Wahl 2026 nicht mehr für das Amt zu kandidieren. Diese Entscheidung folgte…

Martin Hikel tritt nicht erneut als Bürgermeister von Neukölln an

Der amtierende Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Martin Hikel (SPD), hat überraschend angekündigt, bei der Wahl 2026 nicht mehr für das Amt zu kandidieren. Diese Entscheidung folgte auf eine Wahlversammlung der Neuköllner SPD, bei der Hikel nur 68,5 Prozent der Stimmen erhielt. Er begründete seinen Verzicht damit, dass dieses Ergebnis ihm "nicht ausreichend Rückenwind" für einen erfolgreichen Wahlkampf biete.

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Wichtige Erkenntnisse

  • Martin Hikel tritt 2026 nicht erneut als Bezirksbürgermeister von Neukölln an.
  • Grund ist das seiner Meinung nach "nicht ausreichende" Ergebnis von 68,5 Prozent bei der Wahlversammlung der Neuköllner SPD.
  • Hikel zieht nach acht Jahren "sehr erfolgreicher Arbeit" die Konsequenzen und will sich bis zum Ende seiner Amtszeit voll seinem Amt widmen.
  • Die Wahlversammlung wurde nach seiner Entscheidung abgebrochen; ein Krisentreffen des SPD-Kreisvorstands fand am Sonntag statt.

Begründung für den Rückzug

Hikel, der auch SPD-Landesvorsitzender ist, erklärte in einer Mitteilung, dass das Ergebnis der Wahlversammlung ihm "nicht ausreichend Rückenwind für einen erfolgreichen Wahlkampf als Bezirksbürgermeister, um die Herausforderungen in Neukölln in den kommenden Jahren zu bewältigen" gebe. Nach acht Jahren im Amt wolle er nun die Konsequenzen ziehen und sich bis zum Ende seiner Amtszeit mit voller Kraft seinem Amt widmen.

Reaktion der SPD Neukölln

Die Kreisvorsitzenden der SPD Neukölln, Joachim Rahmann und Derya Çaglar, äußerten ihr Bedauern über Hikels Entscheidung und dankten ihm für seine "erfolgreiche Arbeit in den vergangenen Jahren". Sie betonten, dass er unter schwierigen Rahmenbedingungen dazu beigetragen habe, den Bezirk zusammenzuhalten und soziale Belange zu sichern. Der geschäftsführende SPD-Kreisvorstand beriet am Sonntag über die Situation und zeigte sich zuversichtlich, bis Jahresende einen neuen Spitzenkandidaten wählen zu können.

Hintergrund und interne Querelen

Die Entscheidung Hikels wird auch im Kontext von internen Auseinandersetzungen und Flügelkämpfen innerhalb des SPD-Kreisverbands Neukölln gesehen. Hikel hatte bereits vor der Versammlung signalisiert, nur bei breiter Unterstützung erneut antreten zu wollen. Sein Verzicht sorgte bei vielen Parteimitgliedern für große Überraschung. Hikels Amtszeit als Bezirksbürgermeister begann im März 2018, als er Franziska Giffey nachfolgte. Seit 2024 bildet er zudem mit Nicola Böcker-Giannini die Doppelspitze der Berliner SPD, was laut Parteiangaben von seiner Entscheidung als Bezirksbürgermeister unberührt bleibt.

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