Ab Mitte Januar müssen sich Berliner Fahrgäste auf erhebliche Einschränkungen im U-Bahn-Verkehr einstellen. Der untere Teil des U-Bahnhofs Nollendorfplatz wird für umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Tunneldecke für rund vier Monate gesperrt. Dies betrifft die Linien U1, U3 und die U4, während die U2 weiterhin den oberirdischen Teil des Bahnhofs bedienen wird.
Wichtige Informationen im Überblick
- Die Linien U1 und U3 werden von Mitte Januar bis Mitte Mai unterbrochen.
- Die Linie U4 wird während der gesamten Bauzeit komplett eingestellt.
- Die U2 fährt weiterhin den oberirdischen Teil des Bahnhofs Nollendorfplatz an und wird zur wichtigen Umsteigeoption.
- Es wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Umfangreiche Sanierung am Nollendorfplatz
Die Sperrung ist notwendig, um die Tunneldecke am U-Bahnhof Nollendorfplatz zu sanieren. Über Jahrzehnte ist an zwei kritischen Stellen Wasser in den Beton eingedrungen. Um die Decke von oben reparieren zu können, müssen die Gleise entfernt werden. Der Nollendorfplatz ist ein zentraler Umsteigepunkt in Berlin, an dem vier U-Bahn-Linien aufeinandertreffen und täglich rund 560.000 Fahrgäste die betroffenen Linien nutzen.
Auswirkungen auf den Fahrgastbetrieb
Die Linien U1 und U3 werden während der Bauarbeiten unterbrochen. Die BVG empfiehlt Fahrgästen, auf die U2 auszuweichen, die am Nollendorfplatz oberirdisch hält. Um die Kapazität zu erhöhen, wird die U2 ab Januar wieder im Vier-Minuten-Takt fahren und soll durch die Auslieferung neuer Wagen zuverlässiger werden. Das neue U-Bahn-Modell JK wird vorrangig auf dieser Linie eingesetzt. Umsteigemöglichkeiten zur U2 bestehen an den Bahnhöfen Wittenbergplatz und Gleisdreieck. Zusätzlich richtet die BVG einen Ersatzverkehr mit Bussen zwischen den Bahnhöfen Spichernstraße und Wittenbergplatz ein. Auch entlang der gesamten Linie U4 wird ein Bus-Ersatzverkehr angeboten.
Kosten und Dauer der Baumaßnahme
Die Sanierungsarbeiten am U-Bahnhof Nollendorfplatz werden voraussichtlich rund 4,3 Millionen Euro kosten. Die Sperrung ist für den Zeitraum von Mitte Januar bis Mitte Mai angesetzt, was eine Dauer von etwa vier Monaten bedeutet. Die BVG bittet die Fahrgäste um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen.