„Wolken, Frost, Regen, Nebel und Glätte – das ist unser Winterwetter“, erläutert der ARD-Wetterexperte Alexander Rudolph. Diese Wetterbedingungen werden in den kommenden Tagen bis zum Wochenende in Berlin und Brandenburg vorherrschen. „Aber dann“, fügt der Meteorologe hinzu und macht eine kurze Pause, um die bevorstehenden Witterungsbedingungen detaillierter zu beschreiben.
Wettervorhersage für die nächsten Tage
Rudolph berichtet von einer wolkenreichen Luftmassse und nächtlichen Frösten. Zudem könnte es am Mittwoch und Donnerstag örtlich, wenn auch selten, zu Sonnenschein kommen. „Im Norden rechnen wir mit Temperaturen bis zu zwei Grad und im Süden, wenn die Sonne herauskommt, bis zu sechs Grad. Am Donnerstag wird es der kälteste Tag der Woche mit maximal fünf Grad“, so der Meteorologe. Er ergänzt, dass am Donnerstag hauptsächlich keine Sonne scheinen wird, während die Temperaturen am Freitag ein wenig milder ausfallen könnten.
Erwartung ungewöhnlich warmer Temperaturen
Das „Aber dann“ bezieht sich auf das kommende Wochenende, den 2. Advent, an welchem „ungewöhnlich warme“ Temperaturen erwartet werden, wie Rudolph erläutert. Er nimmt das „ungewöhnlich“ jedoch teils zurück und bezeichnet die Situation als „recht ungewöhnlich“. Der Grund für die plötzliche Wärme ist ein „kräftiges Tiefdrucksystem auf dem Atlantik“. Dieses verursacht, dass vergleichsweise warme Luftmassen aus dem Süden nach Berlin und Brandenburg gelangen.
Temperaturinformationen und Statistik
Der Meteorologe schätzt, dass am Montag in Brandenburg viele Orte Temperaturen um zehn Grad erreichen könnten, möglicherweise bis zu elf Grad. Diese Wetterlage, die hohe Temperaturen mit sich bringt, erstreckt sich bis in die Mitte der kommenden Woche. Zur Klärung fügt er hinzu, dass im Winter typischerweise Hochdruckgebiete, im Gegensatz zu Hochs im Sommer, niedrige Temperaturen mit sich bringen und Tiefdruckgebiete hohe Werte.
„Diese zehn oder elf Plusgrade zu Beginn der Woche liegen über dem 30-Jahres-Mittel von rund vier Grad für den Anfang Dezember“, erklärt er weiter. Solche besonderen Wetterlagen seien statistisch in vielen Jahren zu Beginn des Dezembers zu beobachten. Eine extreme Abweichung, wie zum Beispiel 14 Grad Anfang Dezember, wäre jedoch selten, wie am 6. Dezember 2006 in Neuruppin dokumentiert, und in der kommenden Woche sind solche Werte nicht zu erwarten.