Der beliebte Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche auf dem Berliner Breitscheidplatz hat in diesem Jahr sein Sicherheitskonzept deutlich verschärft. Angesichts der Anschläge in Magdeburg und des LKW-Anschlags von 2016 auf demselben Gelände wurden zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit für Besucher zu gewährleisten. Die Behörden betonen, dass derzeit keine konkreten Gefährdungen vorliegen, aber die Vorsichtsmaßnahmen wurden angepasst.
Wichtige Sicherheitsmaßnahmen
- Verstärkte Präsenz von Polizei und privatem Wachschutz.
- Einsatz von Pollern und weiteren Absperrungen.
- Mobile Polizeiwache und zivile Streifen auf dem Markt.
- Kontrollen bezüglich eines generellen Messerverbots.
- Zeitweise Videoüberwachung.
Umfassendes Sicherheitskonzept
Die Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt wird durch eine Kombination aus polizeilichen und privaten Maßnahmen gewährleistet. Polizeidirektor Andreas Tschisch erklärte, dass das Sicherheitskonzept "noch einmal sehr genau angesehen und der neuen Lage angepasst" wurde, um "selbst die kleinste Lücke zu schließen". Der Anschlag in Magdeburg, bei dem ein Auto als Waffe eingesetzt wurde, habe die Notwendigkeit weiterer Anpassungen unterstrichen, obwohl aktuell keine Hinweise auf konkrete Gefährdungen bestehen.
Neben den bereits etablierten Pollern und Absperrungen wird die Polizei mit einer mobilen Wache vor Ort sein. Zivile Streifen werden zusätzlich über den Markt gehen. Wie bei anderen Großveranstaltungen gilt auch hier ein Messerverbot, dessen Einhaltung kontrolliert wird. Zeitweise soll auch Videoüberwachung zum Einsatz kommen.
Der Schaustellerverband, als Veranstalter, investiert rund 180.000 Euro in die Sicherheit, wozu auch ein privater Wachschutz mit etwa 20 Personen gehört, der auch an den Eingängen präsent sein wird.
Langfristige Planungen und Gedenken
Der Bezirksstadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf, Oliver Schruoffeneger, kündigte an, dass nach dem Weihnachtsmarkt der Bereich um den Breitscheidplatz umgestaltet werden soll, um Poller und Absperrungen dauerhaft zu installieren. Dies würde den jährlichen Auf- und Abbau überflüssig machen.
Der Markt erinnert an den tragischen Terroranschlag vom 19. Dezember 2016, bei dem ein LKW in die Menschenmenge fuhr. Zwölf Menschen starben damals, ein weiterer später an den Folgen, und über 70 wurden verletzt.
Eröffnung und Rahmenprogramm
Der Weihnachtsmarkt, der seit 42 Jahren stattfindet, öffnet in diesem Jahr mit einem Gottesdienst am Montagmorgen. Die offizielle Eröffnung am Abend wird vom Regierenden Bürgermeister Kai Wegner begleitet. Bereits in der Vorwoche wurde der Weihnachtsbaum aufgestellt. Für vorweihnachtliche Stimmung sorgt ein 400 Meter langer Lichtteppich, ergänzt durch die 4,5 Kilometer lange Weihnachtsbeleuchtung des Ku’damms, die am Dienstagabend eingeschaltet wird. Für diese Beleuchtung wurden Spenden in Höhe von 600.000 Euro gesammelt.
Berlin zählt insgesamt rund 80 Weihnachtsmärkte, von großen Veranstaltungen bis hin zu kleineren Märkten, die nur wenige Tage geöffnet sind.