Was bedeutet die Inbetriebnahme der Dresdner Bahn für den Regionalverkehr? Mit dem Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag (14. Dezember) wird die 16 Kilometer lange Neubaustrecke zwischen Berlin-Südkreuz und Blankenfelde (Teltow-Fläming) in Betrieb genommen. Diese Maßnahme stellt die umfangreichste Bahn-Inbetriebnahme in der Region seit vielen Jahren dar.
Bisher bediente lediglich die S-Bahn-Linie S2 diese Trasse, was eine gemeinsame Nutzung von S-, Regional- und Fernverkehr ausschloss. Zukünftig wird dies durch den Ausbau der Strecke möglich sein.
Optimierte Verbindungen und verkürzte Fahrzeiten
Ein wesentlicher Umstand ist, dass der Flughafenexpress (FEX) künftig nicht mehr über Gesundbrunnen und Ostkreuz fährt. Stattdessen wird die Verbindung vom Hauptbahnhof über Südkreuz zum BER (Flughafen) führen. Dadurch verringert sich die Fahrtzeit um rund die Hälfte auf 20 Minuten. Zudem werden die Züge künftig alle 15 Minuten statt alle 30 Minuten verkehren.
Für den Ostteil der Hauptstadt sind ebenfalls Verbesserungen zu erwarten. Die RB24 aus Eberswalde wird bis Schönefeld zum Flughafen verlängert. Ab Februar 2026 wird zudem die RB32 einmal pro Stunde von Oranienburg zum BER fahren. Diese Verbindungen laufen über das Berliner Ostkreuz und ermöglichen so zwei Regionalzüge pro Stunde in Richtung Flughafen.
Nachteil für einige Fahrgäste
Es gibt jedoch auch Nachteile für bestimmte Fahrgastgruppen. Der FEX wird nicht mehr über den Bahnhof Gesundbrunnen im Berliner Norden fahren, was zu einem Verlust der direkten Regionalbahn-Anbindung an den BER führt. Zudem verlieren Fahrgäste aus Spandau und Falkensee die Direktverbindung, da der RE8 nicht mehr am Flughafen haltmachen wird. Diese Fahrgäste müssen entweder am Hauptbahnhof umsteigen oder mit der S9 fahren, was laut dem Berliner Fahrgastverband IGEB eine Fahrtzeit von eine Stunde und 19 Minuten in Anspruch nimmt.
Vor der Inbetriebnahme sind zwischen Montag und Donnerstag noch Testfahrten in hoher Geschwindigkeit angesetzt.
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