Im Vorfeld des Jahreswechsels hat Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner ein entschiedenes Handeln der Polizei gegen potenzielle Silvester-Randalierer angekündigt. Der CDU-Politiker erklärte, dass alle, die Unruhe stiften und Straftaten begehen, konsequent mit den Folgen des Rechtsstaats konfrontiert werden. „Es ist uns wichtig: Alle sollen ausgelassen feiern und Freude haben. Doch bei Straftaten wird die Polizei, wie in den vergangenen Jahren, sehr straff und entschlossen vorgehen“, äußerte Wegner gegenüber der Nachrichtenagentur DPA.
Die Polizei in Berlin bereitet sich seit Monaten intensiv auf den bevorstehenden Einsatz rund um Silvester vor. Sie ist gut aufgestellt und wird in der Stadt deutlich präsent sein. Wegner betonte: „Wir werden alles daran setzen, dass diese Nacht friedlich und fröhlich verläuft und wir das neue Jahr in positiver Stimmung willkommen heißen.“ Zahlreiche Polizeikräfte werden im Einsatz sein, um sicherzustellen, dass einige wenige Personen die Silvesternacht nicht für Gewalttaten oder andere kriminelle Aktivitäten missbrauchen.
Vorbereitungen und Sicherheitsstrategien der Polizei
Wegner machte deutlich, dass der Umgang mit illegaler Pyrotechnik wichtig ist. Personen, die Kugelbomben oder andere nicht genehmigte Feuerwerkskörper in Menschenmengen oder in Richtung der Einsatzkräfte werfen, begehen ebenfalls Straftaten. „Ich hoffe, dass wir derartige Straftaten verhindern können“, fügte er hinzu. In den letzten Wochen konnten Sicherheitsbehörden bereits große Mengen an illegalem Feuerwerk sichergestellen. Dies belege, dass die Strategien der Polizei aufgehen und als Warnung für jene dienen, die illegale Pyrotechnik nach Berlin bringen wollen.
Debatte um Böllerverbot und unerlaubte Pyrotechnik
Zusätzlich äußerte Wegner seine Meinung zur Diskussion um ein generelles Böllerverbot in Deutschland. Dieses könnte seiner Ansicht nach nur dann wirksam sein, wenn ein Verkaufsverbot landesweit umgesetzt wird. Ein Verbot, das lediglich in Berlin gelten würde, könnte dazu führen, dass Menschen ihre Feuerwerkskörper im benachbarten Brandenburg erwerben, so Wegner. Es sei daher erforderlich, ein landesweites Verkaufsverbot für Feuerwerk zu etablieren, obwohl hier unter den Bundesländern keine Mehrheit besteht.
Angesichts der jährlichen Vorfälle in Berlin an Silvester, die oft durch illegales Feuerwerk verursacht werden, setzt die Stadt weiterhin auf mehr Regulierung auf bundes- und europäischer Ebene. Wegner wies darauf hin, dass Kugelbomben bereits verboten seien. Er forderte dazu auf, gemeinsam mit europäischen Partnern sicherzustellen, dass der Verkauf illegaler Pyrotechnik in jedem Land unterbunden wird.
In der Silvesternacht 2024/2025 kam es in Berlin zu mehreren schweren Verletzungen durch Kugelbomben, die zudem erhebliche Sachschäden, insbesondere an Gebäuden, zur Folge hatten. Es ist ausdrücklich untersagt, Kugelbomben ohne professionelle Genehmigung zu erwerben oder abzuschießen. Polizei und Rettungskräfte sahen sich in der Vergangenheit auch wiederholt Übergriffen ausgesetzt.
Bildquelle: Bildquelle: Ivan Lopatin auf Unsplash